#1
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was hilft?

Hallo allerseits,

mein erster und letzter Eintrag war im Dezember 2011 und seitdem ist mir dieses Forum eine große Hilfe gewesen. Meine Frage damals bezog sich auf meinen Schwager, der 2005 eine Hirnblutung hatte und seitdem mehr und mehr zum Pflegefall wird. Ich konnte ein wenig auf meine Schwester, die ihn ja pflegt, einwirken und sie mit Tips und Adressen versorgen. Damals wollte ich auch wissen, ob Botulinspritzen tatsächlich sinnvoll für ihn sind (rechter Arm/Fuß). Es hiess, seine Spasmen würden immer stärker werden und nur Botulin könnte da Abhilfe schaffen und ihm wieder das Greifen (und Gehen ohne Fuß nachziehen) ermöglichen.

Er hat eine Spritze bekommen, die hat aber nicht viel verändert. Jetzt ist bald die nächste Spritze fällig.

AAAAber: Mich irritiert, dass vor ein paar Wochen plötzlich von 'Fallhand' und 'Fallfuß' geredet wurde (die Physiotherapeutin hat das so gesagt) und meine Frage jetzt ist also: kann Botulin denn auch bei einer Fallhand helfen?  Fallhand und Spasmen haben doch ganz verschiedene Ursachen??? Ich hab gesehen, dass es Schienen gibt, die das Handstrecken unterstützen. Kennt das jemand? Und gibt es vielleicht auch spezielle Übungen für die Fallhand?

Danke fürs Lesen und für eine eventuelle Antwort

#2
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Hallo, 

Als fallhand bezeichnet man eine Hand, die vom nervus radialis nicht mehr versorgt wird. Das hat mit spastik nichts zu tun. Eine spastik kann hingegen die Hand so in die Beugung ziehen, dass die Hand aussieht wie eine fallhand, wobei ein Physiotherapeut den unterschied erkennen muss (bin selber physio) botox hilft gegen spastik, allerdings sollte parallel eine gipsschienenbehandlung stattfinden. Schienen herstellen können viele physios im reha bereich. Eine fallhand behandelt man nicht mit botox da die ursache ja eine mangelndee nervale innervation ist und keine hohe muskelspannung. 

Viele grüße, leia

#3
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Halo Leia

Kann man eine sogenannte Fallhand (den Ausdruck habe ich noch nie gehört) und einen Spitzfuß vergleicen?

ich kann meine Hand und meinen lahmen Fuß auch nicht heben,

welche therapeutischen Möglichkeit siehst Du da, und was könnte ich alleine hier tun?

Gruß Chicco

#4
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Hallo chicco,

beim Spitzfuß verkürzen sich die untere Fußmuskulatur und die Wadenmuskulatur und müssen ständig durch dehnen und/oder Schienen gestreckt werden. Das andere ist der sog. Fußheber, eine andere Muskulatur, die dafür sorgt, dass man beim Gehen nicht den Fuß hinterherschleift. Beim gesunden Menschen ist das ein Zusammenspiel der beiden Muskulaturen.

Mein Mann hat gegen den Spitzfuß seine Stehübungen, Dehnübungen und die Quengelschiene. Bei ihm funktioniert der Fußheber leider nicht, ist nicht ansteuerbar. Hier übernimmt eine Fußorthese die Arbeit, den Fuß im 90°-Winkel zu halten. 

Mein Mann muss wohl für den Rest seines Lebens mit beiden Problemen leben und ständig daran arbeiten.

lg zaubernuss


Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal bearbeitet, zuletzt von »zaubernuss« (15.10.2012, 16:05)
#5
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Hallo chicco,

Ein spitzfuß entsteht meist, weil die wadennuskulatur verkürzt. Dabei spielen natürlich auch andere Faktoren eine rolle. Es gibt Menschen die von Natur aus instabile sprunggelenke haben und eher zu spitzfüßen neigen. Außerdem fehtl meist die Aktivität der gegenspieler muskeln, hier die Fußheber. Was du beschreibst hört sich nach einer Fußheberparese an, der Fuß ist passiv noch beweglich, oder? (bei einem spitzfuß kann man den Fuß kaum mehr passiv anheben). Was du bei einer Fußheberparese machen kannst, ist zum beispiel deine muskeln, die sich vorne und außen am schienbein befinden, von Fuß in richtung knie mit leichtem druck ausstreichen, um ihnen immer wieder input zur Aktivierung zu geben. Dabei immer wieder versuchen den Fuß oder die zehen anzuheben. Außerdem kannst du, wenn deine Mobilität dies zulässt, dich auf ein keilkissen stellen, sodass die fersen tiefer als der vorfuß sind. Und aus dieser posotion heruas gleichgewichts Übungen machen, oder zum Beispiel kniebeugen durchführen. Das sind jetzt nur wenige mögliche Übungen bzw ideen. Am wichtigsten ist, sich immer wieder mit den nicht funktionierenden muskeln zu "beschäftigen" durch Berührung etc., um vielleicht Aktivität zu erreichen. 

Viele grüße, leia

Ps. Entschuldige meine Rechtschreibung, so gehts schneller 😉

#6
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Hallo Leia, hallo Zaubernussm

vielen Dank für Eure Tips.

Ich habe eine Sprossenwand an der ich einige Übungen mache

z.B. mit dem lahmen Bein auf die unterste Sprosse treten, und dabei die  Wadenmuskeln  dehnen

ich glaibe, da liege  ich richtig

Gruß Chicco


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »Chicco« (16.10.2012, 06:02)
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