#1

Marlene

Salzburg, Österreich

Erfahrungen des Erfolgs mit Logopädie

Hallo Leute, mein Vater (59) ist heute zum ersten mal nach seinem Schlaganfall in die Reha gekommen.Bei meinem Vater hat sich die Sprache seither schon um einiges verbessert aber er hat trotzdem noch große Schwierigkeiten mit dem Verständnis und der Konzentration.Der Schlaganfall ist knapp über 1 Monat her und mich würde interessieren wie eure Erfahrungen mit der Reha so waren? Speziell auf Aphasie bezogen, hat sich die Reha viel gebracht? Was sind eure Erfahrungen als (Betroffene/r), (Angehörige/er)?

 

Danke im Voraus

Freue mich über jede Antwort!

LG Marlene

#2

Amsel

Bad Mergentheim, Deutschland

Marlene, es ist wenig zielführend von einer Reha auf die andere zu schließen. Bei meinem Mann z.B. hat die Reha aphasieseitig wenig gebracht. Jetzt aber, seitdem er zu Hause vor Ort eine Therapeutin hat, sieht das allerdings anders aus. Er hat jetzt innerhalb von 2 Monaten Fortschritte gemacht (auch Ergotherapieseitig) die er in 4 Monaten Reha nicht vorweisen konnte.

Frage: und was sagt Dir das jetzt?

M.M. nach hat das Ergebnis a) etwas mit der Kompetenz des Therapeuten, b) mit der Chemie zwischen Therapeut und Patient und c) mit der Verfassung des Patienten zu tun.

1 Monat ist übrigens keine Zeit ..

#3

extr3mersfrau

nrw, Deutschland

Besonders wenn Therapeut u. Patient nicht ,,zusammen finden`` . Zum Glück waren bisher alle recht einfühlsam... .

 

#4

Snoopy69

Ansbach, Deutschland

um ehrlich zu sein hat mir die Reha in Bezug auf Aphasie auch nicht viel gebracht 

#5

Amsel

Bad Mergentheim, Deutschland

um ehrlich zu sein hat mir die Reha in Bezug auf Aphasie auch nicht viel gebracht 

 wenn das bei Dir so abgelaufen ist, wie beim meinem Mann, dann überrascht mich das nicht wirklich. Mein Mann hatte in der Reha pro Tag gerade mal 20 Minuten Logopädie (das war die Standardtherapie-Länge für alle). Anfangs mag das noch sinnvoll gewesen sein, aber mit der Zeit wirklich nicht mehr. Ich war ja häufig dabei und kann nur sagen … kaum fing mein Mann an "warm zu werden", war die Therapie auch schon zu Ende.

Hier vor Ort hat mein Mann jetzt 45 Minuten Einheiten. Anfangs war er danach platt wie eine Flunder und brauchte zu Hause erst einmal Schlaf. Das ist aber schon lange Geschichte.

Einen großen Unterschied sehe ich aber auch dahin gehend, dass er wohl seine Logopädin mag und ihr vertraut (ich auch) weil sie nicht "aufgesetzt/künstlich" agiert Der Logopäde in der Reha entgegen wirkte immer so krampfhaft bemüht... da war menschlich irgendwie wenig "echt". Ich vermute, darauf reagiert mein Mann auch.

 

Machst Du denn inzwischen zu Hause Fortschritte? Wie stark ist denn diesbezüglich Deine Einschränkung? Du schreibst jedenfalls m.E. sehr gut. Ich wäre froh, wenn mein Mann das (noch oder wieder) könnte.

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