#1
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Unbekannt

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Hi, ich hab jetzt noch nach 1,5 Jahren Reste einer Dysarthrie durch ein Schädelhirntrauma.

Ich übe jeden Tag und es ist schon einiges wieder gut.

Aber leider nicht alles.

Ich weiss, dass niemal alles wieder 100% wird.

Hab noch Probleme mit St,Sp und schweren Wörten wie Neuroplastizität. 😑

Vielleicht kann mir jemand gute Tipps zur Übung geben.

Sind logopädische Fortschritte nach 1,5 Jahren möglich?

#2

jup11

Quarnbek, Deutschland

Hallo Daniel,

bei mir waren es zum Glück nur Wortfindungsprobleme.

Auch Jahre nach der Schädigung sind Verbesserungen zu erwarten, die Rehabilitation funktioniert besser, als bei motorischen Einschränkungen, das ist zumindest das, was ich darüber gelesen habe.
Du muss möglichst viel sprechen, auch wenn es nicht so gut funktioniert. 

Du benutzt wahrscheinlich eine App, sie sollte speziell die schweren Wörter trainieren, kannst du mit deiner Logopädin besprechen.

Aphasie nach einem Schlaganfall - Schlaganfallbegleitung

Jürgen

Drei_Jahre_danach.pdf (schlaganfall-info.de)

 

#3
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Ok, ich bilde mir auch ein, dass es immer besser wird. Es ist zum Glück eine leichte Dysarthrie. Dieser Prozess dauert leider Jahre. Übe und rede jeden Tag.

Lese laut, reude dem Fernseher nach, singe Schlager, Eis+Kaffee-warm/kalt für den Mund usw. Bin nur etwas verunsichert, was den nächsten Jahren hängen bleiben wird, weil eine Dysarthrie ja leider motorisch ist,,,, die Zunge, Gaumen, Lippen gehorchen einfach nicht richtig auf ihren Befehl 😑

#4
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Unbekannt

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Kann mir sonst wer helfen, ob bei Sprechstörungen nach 1,5Jahren noch weitere Fortschritte zu erwarten sind?

Wäre um Ehrlichkeit oder Hoffnung dankbar...

Mfg Daniel 

#5

Amsel

Main-Tauber-Kreis, Deutschland

Deshalb... ja, Du kannst auch 1,5 Jahre danach noch mit Verbesserungen rechnen. Regelmässige Übungen voraus gesetzt. Es kann allerdings sein, dass Du die Übungen lebenslang durchführen musst um den Status Quo zu halten.

 

Mein Mann hat jetzt, 2,5 Jahre danach, noch dann leichte Probleme wenn er müde ist. Ich vermute, das wird ihm bleiben und ganz auf seine Übungen kann er auch nicht verzichten. Wenn er längere Zeit keine Übungen macht, merkt man, dass es wieder etwas schlechter wird. Das lässt sich aber schnell wieder durch ein paar Tage konsequent durchgeführte Übungen wieder in den Griff bekommen.

Also nicht verzweifeln. Dran bleiben. 

#6
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Unbekannt

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Ja, das bin ich jeden Tag.

Hab nur andere Hoffnung vorgestellt.

Hoffe es irgendwann ablegen zu können.

Und nicht nach2-3 Jahren weiter üben zu müssen, um den Zustand erhalten zu können.

Es hat sich gut was getan und, wenn es noch ca knapp 6 Monate weiter geht, hoffe ich, es einigermaßen ablegen zu können. 

#7

Amsel

Main-Tauber-Kreis, Deutschland

Die Übungen die zum Erhalt bei meinem Mann notwendig sind, sind wirklich nicht der Rede wert. Er macht die Übungen schon eine Weile nicht mehr täglich und wenn sie dann wieder mal erforderlich werden, dann sind das ein paar Tage hintereinander für ca. 10 Minuten. Es gibt wirklich schlimmeres. In Summe gesehen verbrauchst Du mehr Zeit fürs Zähne putzen.

 

#8

Angie

Untermettingen, Deutschland

Lass dir ganz ehrlich sagen, dass du regelmäßig Übungen machen solltest. Ich hatte vor 11 Jahren einen Schlaganfall. Wenn ich wütend, verletzt, überglücklich oder einfach müde bin, ist es eine Katastrophe mit mir zu reden, dann fallen mir die enfachsten Worte nicht mehr ein. Ich weiß aber zum Glück woran es liegt und kann ein Gespräch auch für Fremde verständlich abbrechen. Wenns mir besser geht, geht es wieder.

#9

Amsel

Main-Tauber-Kreis, Deutschland

Lass dir ganz ehrlich sagen, dass du regelmäßig Übungen machen solltest. Ich hatte vor 11 Jahren einen Schlaganfall. Wenn ich wütend, verletzt, überglücklich oder einfach müde bin, ist es eine Katastrophe mit mir zu reden, dann fallen mir die enfachsten Worte nicht mehr ein. Ich weiß aber zum Glück woran es liegt und kann ein Gespräch auch für Fremde verständlich abbrechen. Wenns mir besser geht, geht es wieder.

Angie, wenn ich Pechvogel richtig verstanden habe, dann hat er wohl keine Aphasie, sondern "nur" eine Dysarthrie - also ein motorisches Problem. Es geht um die Steuerung und die Ausführung von Sprechbewegungen. Er müsste eigentlich alles verstehen und schreiben können. Nur die Lautbildung ist eingeschränkt. 

Mein Mann hatte das Problem auch - aber eben zusätzlich zu seiner Aphasie. D.h. er hat grundsätzlich den Mund sehr wenig bewegt. Jetzt, nachdem immer mehr Worte abrufbar sind und er es auch versucht, wird die Gesichts/Schluck/Sprechmuskulatur mehr eingesetzt und seitdem muss er nicht mehr täglich seine Übungen machen. 

Aber ja, auch hier ist es so, dass er wenn er müde oder krank ist, das Problem wieder präsent ist. Genau so, wenn er eine "maulfaule" Phase hatte... und da helfen dann die Übungen das wieder in den Griff zu bekommen. 

Ich sag's mal so.. wenn das das einzige Problem ist, dann hat man Glück gehabt (ohne das klein reden zu wollen.)

#10
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Unbekannt

Gelöscht

Bin jeden Tag am üben. Lese fast alles laut, höre Schlager und singe nach usw...

Kaffe+Eis ist auch nen guter Tipp.

Kann noch Vitamin B+D, durch Fisch und Sonne empfehlen und viel Obst.

Wenn es geht etwas Ausdauersport. 

Bin erst 32 und muss noch Jahre arbeiten.

Unter Menschen schwer.

Hoffe irgendwann zufrieden sein zu können... 😑

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