#1
Avatar

Unbekannt

Gelöscht

Hallo,

mein Vater ist seit vergangenen Samstag aufgrund eines Schlaganfalles rechtsseitig gelähmt und nun wollte ich mal fragen, ob es irgendwelche Übungen gibt, die man so, neben der normalen Therapie, durchführen kann? Dass man jetzt nicht irgendwie auf gut Glück am Arm oder an der Hand rumzieht, ist klar 😉 , ich dachte eher an kognitive Aufgaben, einen Igelball hat er, aber das langweilt ihn halt nach einiger Zeit, verständlicherweise und je mehr Input das Gehirn erhält, desto besser, daher wollte ich hier mal nachfragen. 😉

 

Liebe Grüße

#2
Avatar

Unbekannt

Gelöscht

Hallo Sudden,

ich weiß aus Erfahrung, dass man die gelähmte Seite vernachlässigt Ermutige ihn dazu mit der rechten Hand zu essen, alltägliche Dinge zu greifen. Ich weiß, das ist schwer und sollte mit der Therapeutin abgesprochen werden, wenn z. B. Spastik auftritt.

Ansonsten ist jeder Handgriff eine Therapie und nur mit Üben kommt er an sein Ziel.

Liebe Grüße Manfred

#3
Avatar

Unbekannt

Gelöscht

moin sudden,

ich würde die gelähmte Seite als Laie nicht beüben. Die Gefahr, dass Du mehr schadest als nutzt ist imho dabei sehr groß. Uberlass das Beüben besser den Therapeuten.

Dein Vater verpasst nichts, wenn er über die Feiertage keine Therapie bekommt. Sei einfach für ihn da, das braucht er jetzt mehr als irgendwelche Therapien.

Frohe Weihnachten und Liebe Grüße

Norbert

#4
Avatar

Unbekannt

Gelöscht

hallo,

ich geb dem unbekannten norbert da vollkommen recht.
ich selber halte es so , dass ich eventuelle tgherapievorschläge erst mal mit
dwmtherapeuten durchspreche und mit therapeuten mach.
zu viel kann man falsch machen und den erfolg
der regulären zherapie zunichte machen.
die therapeuten werden geeignete hausaufgaben haben.
hemiparese, nehm ich an,  ist eins, doch davon gibt es ungefähr 1275739  oder auch mehr verschiedene  krankheitsbilder
und bei jedrm krankheitsbild müssen andere muskelgruppen anders beübt werden.

l.g.margy


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »margy« (25.12.2010, 12:44)
#5
Avatar

Unbekannt

Gelöscht

Hallöchen,

war längere Zeit nicht mehr hier im Forum aktiv, habe auch einige PNs bekommen, die ich in den nächsten Tagen beantworten werde.  😉

Meinem Vater ging es nach dem 1. Schlaganfall zusehends besser, er sprach wieder richtig gut, war geistig äußerst fit und konnte sogar langsam aber sicher wieder sein gelähmtes, rechtes Bein bewegen. Zwar nur ein bisschen, aber es sind ja die kleinen Fortschritte, die zählen!

Leider erlitt er vor knapp 2 Wochen einen 2. (leichten?) Schlaganfall, welcher ziemlich plötzlich und unerwartet auftrat.

Meine Mutter und ich verabschiedeten uns gerade von ihm -bis dato sprach er ganz normal, völlig unauffällig- als er von jetzt auf gleich nur noch Kauderwelsch rausbrachte. Wir haben uns vorher ganz normal mit ihm unterhalten und dann zack, von einer Sekunde auf die andere, konnte er nicht mehr normal sprechen. Er verdrehte Silben, benutzte falsche Worte, z.B 'hören' anstelle von 'lesen' und war nicht in der Lage grammatikalisch richtige Sätze zu formulieren (das war vorher überhaupt gar kein Problem).

Naja, er wurde dann wieder auf die Stroke Unit verlegt, blieb dort eine Nacht und einen Tag, ehe er wieder auf die normale neurologische Station rückverlegt wurde, eine Woche später trat er dann die Reha an.

Ich weiß nicht, mir gefällt sein Zustand überhaupt nicht, er hört rechts nicht mehr so gut (oder gar nichts mehr?), isst nur noch sehr wenig und will nicht mehr leben. Ich kann mir nicht vorstellen, wie er sich jetzt fühlen muss, es nur erahnen und dennoch weiß ich nicht damit umzugehen. Er war schon vor dem Schlaganfall ziemlich depressiv, "drohte" oft damit sich umzubringen, alles Hilfeschreie, nur wollte/möchte er partout keine Hilfe annehmen. Psychologen und Psychiater haben seiner Meinung nach alle selbst "einen an der Klatsche!" (O-Ton).

Antidepressiva bekommt er zwar, aber meiner Meinung nach sind die ohne psychologische Begleitung/Therapie nicht sonderlich wirksam.

Es gibt viele Menschen, die erholen sich nach so einem Schlaganfall wieder soweit, dass sie ein lebenswertes Leben führen können, er scheint sich aber bereits aufgegeben zu haben, wie soll er denn wieder gesund werden, wenn er selbst ausschließt?

Und dann habe ich nochmal eine Frage zu den Untersuchungen, also es wurden mehrere CT-Aufnahmen gemacht, die Halsschlagadern wurden geschallt und es wurde ein EEG sowie EKG gemacht, alles, soweit ich weiß, ohne wirklichen Befund, also die Ursache der Schlaganfälle ist weiterhin unklar. Aus dem Grund soll nun wohl die Hauptschlagader geöffnet werden (die Reha gehört zu einem großen Klinikkomplex), ist das überhaupt so ohne Weiteres möglich und welche Erkenntnisse kann man aus so einer Untersuchung ziehen?
Als ich zu meinem Vater sagte, dass sich das nicht ganz risikolos anhört, meinte er, wenn er Glück habe, bleibt sein Herz einfach stehen, dass er also an Komplikationen verstirbt ....

 

Liebe Grüße und vielen lieben Dank für eure Antworten, die PNs beantworte ich später! 😉

 

 

3025 Aufrufe | 5 Beiträge