#1

Jaqueline

Pulheim, Deutschland

Habt Ihr Erfahrungen? Oder eine Idee woran es liegen kann?

Hallo Zusammen, 

meine Mutter (56) ist im September letzten Jahres mit starken Gehirnblutungen ins Krankenhaus gekommen. Da es zu einem erhöhten Druck im Kopf hätte kommen können, wurde eine Entdeckelung vorgenommen. Sie lag einige Zeit im Koma! Schließlich stellte sich heraus, nachdem sie wieder aufwachte, dass sie ihren rechten Arm und ihr rechtes Bein nicht bewegen kann und da die Blutung im Sprachzentrum war auch so gut wie gar nicht sprechen konnte. 

Sie kam in die Neuroreha und dort entsprechende Therapien, dann schließlich nach Hause, wo sie entsprechend weiter trainierte. Dann wurde ihr im Dezember 18 ein Shunt eingesetzt - dann kam sie wieder nach Hause. Mit der Sprache gestaltet es sich schwierig, da wirklich nur einzelne Wörter raus kommen. Wir erleben kleine Erfolge, allerdings ist es Tagesform abhängig. Es heißt nicht, dass sie das Wort, was sie heute sagt auch für Morgen behält. Auf einmal fängt meine Mutter über mehere Wochen sehr stark an zu schwitzte (also es lief wie Wasser vom Kopf runter) die Ärzte meinten das es von den Tabletten kommt hatten aber keine wirkliche Ahnung - als sie an einem Tag aber sehr apatisch wurde und keinen mehr erkannt hat - riefen wir den Notarzt. Es stellte sich raus, dass der Shunt verstopft war - es war wirklich kurz vor knapp - also wieder in die Uniklinik und der Shunt wurde entfernt - es wurde gewartet bis die Entzündung weg ist damit wieder ein neuer Shunt eingesetzt wird. Nach wieder 3 Wochen Klinik, war sie wieder zu Hause (Februar 19). 

Stand Juli 2019:

Ihr rechter Arm ist gelähmt, das rechte Bein kann sie mittlerweile von alleine wieder anziehen natürlich ganz langsam. Sie kann nicht eigenständig aufstehen oder sich hinsetzten aber im Gegensatz zum Anfang arbeitet sie schon mehr mit. Wir fahren sogar mit dem Rollstuhl schon draußen für ein paar Minuten rum. Eigenständig Essen kann sie - auf Toilette gehen leider nicht - sie merkt auch noch nicht genau wann sie muss - erst wenn es zu spät ist. Die Sprache wird oft trainiert. Ich merke sie versteht mich, aber oft kann sie die Worte nicht finden. Manchmal kommen Wörter wo ich erahnen kann was sie mir sagen möchte oder fragen möchte. Ich rede ganz normal mit ihr und frage manche Sachen, ob sie diese meinte - sollte ich merken, dass sie selber nicht drauf kommt. Sie hat gute und schlechte Tage - ein großes Tief an dem sie fast jeden Tag - jede Stunde weinte haben wir auch hinter uns. Im Moment geht es wieder. 

DAS PROBLEM, was wir haben, sie hat seit 2 Monaten unglaublich starke Kopfschmerzen - sie fasst sich immer an die Kante wo der Schädel damals entnommen und wieder eingesetzt wurde - sie hat dort so starke Kopfschmerzen man kann diese Stelle auf gar keinen Fall berühren. Sie geht regelmäßig in die Uniklinik zur Kontrolle und es wird nichts festgestellt, alles ist laut den Chirurgen in Ordnung. Allerdings sind die Kopfschmerzen so stark, dass sie kaum sitzen kann. Mehr als 30 Minuten bekommt sie nicht hin. Wir sind echt am verzweifeln, denn durch die starken Kopfschmerzen, machen wir trotzdem Bewegungsübungen weiter und die Logopädie kommt auch, aber sie hält natürlich nicht lange durch wegen den Kopfschmerzen und es ist natürlich nicht förderlich für die Genesung - die Muskeln bilden sich zurück usw. Jetzt sind wir stark auf der Suche nach einem Neurologen, der Hausbesuche macht, da sie wie gesagt nicht lange sitzen kann und mit Krankentransport dauert es alles sehr lange. Leider war ich bisher nicht erfolgreich. 

Meine Frage an euch: Habt ihr Erfahrung mit so starken Kopfschmerzen an der Schädelkante (wo die Entdeckelung statt fand - eine kleine Eindellung hat sie dort - Neurologisch wohl aber alles in Ordnung)?? Wir sind wirklich am Verzweifeln - ich bin über jeden Erfahrungsaustausch dankbar. 

Liebe Grüße 

 

#2

Ludwig Millich

Hamburg, Deutschland

Das hört sich nicht gut an. Hast du das schon mal untersuchen lassen? Da könnte nämlich irgendein Gerinnsel übrig geblieben sein das jetzt Druck ausübt. 

#3

Jaqueline

Pulheim, Deutschland

Hey, 

ja sie wird regelmäßig in die Uniklinik gebracht zur Untersuchung. Dort soll alles in Ordnung sein. Es könnte mit den Nerven zusammen hängen, deswegen warten wir auf einen Termin bei einem Neurologen in der Nähe. Wir können uns einfach nicht helfen. Aber im Kopf ist einfach nichts zu sehen, dort scheint alles in Ordnung zu sein. 

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