#1
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Unbekannt

Gelöscht

Hallo zusammen.
Ich bin neu in diesem Forum. Meine Mutter is 54 Jahre alt und kam vor knapp 2 wochen mit einer gehirnblutung auf der rechten seite ins krankenhaus. sie war noch bei bewusstsein. am nächsten tag haben sie sie dann operiert. die diagnose des arztes eine halbseitige lähmung auf der linken seite. meine mama lag jetzt bis vor einigen tagen auf der neurointensiv und ist jetzt auf einer intermediate care station, ebenfalls intensiv. Nun ja ihr zustand ist soweit stabil, den luftröhrenschnitt mussten sie auch nicht machen, weil sie wieder von alleine atmet. Nur leider ist sie komatös und muss aufwachen. Manchmal macht sie kurz die augen auf und dann auch direkt wieder zu.
Ich kenn mich damit nicht aus und habe einfach nur eine riesenangst. vor allem. ich wünsche allen betroffenen in diesem forum alles gute und ich finde das dies hier eine tolle sache ist und die betroffenen helfen kann.
alles liebe
jess
#2
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Unbekannt

Gelöscht

Hallo Jess,
 
erstmal wilkommen im Forum
 
ich hatte auch eine Hirnblutung im Stammhirn III. Ventrikel und war 5 Wochen im künstlichen Koma. Keiner der Ärzte gab mir eine Chance, das zu überleben.
 
Ich musste atmen, schlucken, sitzen, stehen und gehen wieder lernen. Nach einem Jahr mit Früh- und Anschlusstherapie, konnte ich zu Hause wieder ein zufriedenes Leben führen.
 
Ein Jahr mit Therapie zu Hause konnte ich schon ohne Stock gehen und mit dem Auto fahren. Im Supermarkt gehe!!! ich alleine einkaufen und versorge mich selber, wenn meine Frau mal alleine Urlaub macht.
 
Ich habe darüber ein Buch geschrieben, das viel über Therapie und die Alltagsprobleme mit Behinderten anspricht und auch Mut macht, mit so einer Situation zurecht zu kommen.
 
Der Titel: "Nach Regen kommt immer wieder Sonnenschein" und ist bei Amazon im Internet schon zu kaufen.
 
Für Forumsmitglieder gibt es das Manuskript im alten Forum kostenlos zum Lesen.
 
Deine Mutter ist noch jung genug um wieder ein selbsständiges Leben zu erreichen.
 
Liebe Grüße Manfred
#3
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Unbekannt

Gelöscht

Hallo Jess,
willkommen hier im Forum.
Dass deine Mäm schon die Augen öffnet ist doch schon einmal eine positive Entwicklung. Bei dieser schweren Erkrankung must du wirklich jeden noch so kleinen Fortschritt als Lichtblick sehen. Ich denke, dass deine Mutter im Moment einfach noch nicht in der Lage ist so richtig wach zu werden. Bei meinem Mann (46) hat es fast zwei Wochen gedauert, bis er so richtig wach war. Du darfst nicht vergessen, dass sie auf Grund der OP auch sehr starke Medikament bekommt. Es braucht einfach leider seine Zeit. Das wirst Du in Zukunft noch öfter hören und dass du viel Geduld haben must. Auch mein Mann hatte eine linksseitige Komplettlähmung, die jetzt nach 8 Monaten fast vollständig verschwunden ist. Manchmal zieht er den linken Arm noch etwas nach oben. Er sieht dann aus wie ein Buttler. Wir nennen ihn dann immer liebevoll James und dann müssen wir alle lachen und er läst den Arm wieder hängen. Alles Gute für Euch, und nicht vergessen, nie den Mut und die Hoffnung verlieren
;)
Liebe Grüße von
Steffi

Wir sind nur zu Besuch auf dieser Welt, also machen wir das Beste draus.....

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »Elfenwiese« (20.07.2007, 12:13)
#4
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Unbekannt

Gelöscht

Hallo Jess!
 
Mein LG hatte vor 1 3/4 Jahren auch eine Stammganglienblutung mit Ventrikeleinbruch; ihm musste sogar ein Teil seiner Schädeldecke entfernt werden, da die Schwellung des Gehirns zu groß war. Er wachte nach Absetzen der Schlafmittel auch nicht gleich auf, er hat nur ab und zu mal das rechte Auge geöffnet. Es hat wirklich einige Zeit gedauert, bis er wach war - aber dann seine Verwirrung. - Es wurde aber trotz noch dreier OP's immer besser und er kam nach knapp einem Jahr KH und Reha nach Hause. Da musste ich ihn ins Bett legen, ihm aufhelfen - eigentlich ging gar nichts alleine.
 
Und heute: er ist linksseitig spastisch gelähmt, geht jedoch schon mit Einpunktstock bzw. kurze Strekcen mit meiner leichten Hilfe auch schon ohne. Wir sind relativ viel unterwegs, da er auch schon wieder Treppen steigen kann. Er findet einfach immer mehr ins Leben zurück, versteht seinen Körper immer mehr und hat - da er früher hauptberuflich Musiker war - inzwischen auch schon wieder mit Mikrophon vor 100 Leuten zwei Lieder gesungen - trotz linksseitiger Hemiparese.
 
Ich will damit sagen, dass du einfach für deine Mutter dasein und nicht die Geduld verlieren solltest. Es ist ein wirklich langwieriger Prozess und die Erfolge stellen sich nicht von heute auf morgen ein, aber die Fortschritte kommen. Mit VIEL, VIEL Geduld und Therapie.
 
Jedenfalls wünsche ich dir viel Kraft und deiner Mutter, dass sie - wenn sie die vielen sedierenden Medikamente langsam abbaut - bald richtig aufwacht. Bring' ihr deine positive Einstellung gegenüber - ich weiß, dass das sehr schwierig ist, aber es geht.
 
Alles, alles Gute für Euch!!!!!
#5
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Unbekannt

Gelöscht

Vielen lieben Dank,für eure netten und mutmachenden antworten. Es ist wirklich sehr hilfreich sich mit betroffenen Personen auszutauschen. Mama, öffnet jetzt schon mal länger ihre Augen und ist auch viel viel aktiver. Der Pfleger sagt, dass sei ein gutes Zeichen. Lieben Dank euch allen.
#6

androl

Hessen, Deutschland

Hallo Jess,

 

ich weiß der Thread ist mittlerweile recht alt aber darf man sich erkundigen wie gut sich deine Mutter nach der Stammganglienblutung mittlerweile wieder erholt hat? Ich finde es immer intressant die Verläufe über die Jahre zu verfolgen...

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