#1

Snoopy69

Ansbach, Deutschland

Seid ihr auch noch so wackelig auf den Beinen? Hatte vor 1,5 Jahren den SA. War im Rollstuhl. Kann zwar wieder laufen aber recht unsicher. Und durch die Aphasie traue ich mich nicht sprechen obwohl jeder sagt, ich höre mich normal an, empfinde ich dass ich wie betrunken spreche. 

Geht es jemanden auch so?

#2

firedog

Bad Vilbel, Deutschland

Vieleicht kanns du in ca 2-3 Jahren wieder gehen. 😉

 

#3

Snoopy69

Ansbach, Deutschland

Laufen kann ich ja aber sehr unsicher 

#4

Marganna

Rheinland, Deutschland

Hallo Snoopy69, wackelig auf den Beinen ist mein Mann teilweise auch. Er sagt, das betroffene Bein wird beim Gehen schwer. Ist das bei dir auch so? Und das Wetter spielt auch eine große Rolle, natürlich beim ganzen Allgemeinbefinden. 

Ist das Laufen dein einziges Handicap was die Gliedmaße anbelangt? Bei meinem Mann ist auch noch der Arm betroffen.

#5

Snoopy69

Ansbach, Deutschland

Ja das betroffene Bein wird schwächer bei Belastung. Leider ist auch noch der Arm betroffen kann mir z.B selbst nicht die Haare waschen oder fönen. 

#6

jup11

Quarnbek, Deutschland

Hallo Jasmin,

ich bin auch wackelig unterwegs, das Gehen wird nur besser, wenn du möglichst viel gehst, genauso ist es beim Sprechen, also keine Unterhaltung scheuen. Nur mit Abwarten wird das nicht besser..

Jürgen

#7

Snoopy69

Ansbach, Deutschland

geh ja täglich mehrere Kilometer spazieren aber es wird trotzdem nicht besser und stehen geht überhaupt nicht 

#8

jup11

Quarnbek, Deutschland

Das ist doch schon mal gut. Du muss dich damit abfinden, dass es nicht wieder so wird, wie es einmal gewesen ist.

 

#9

Amsel

Bad Mergentheim, Deutschland

Das ist doch schon mal gut. Du muss dich damit abfinden, dass es nicht wieder so wird, wie es einmal gewesen ist.

 

 .. was nicht bedeutet, dass das Gehen und Stehen nicht noch besser werden kann! 1,5 Jahre sind keine Zeit und manchmal liegt es - gerade beim Schwindel - auch an den Medikamenten (bzw. an einem davon)

nach 1,5 Jahren würde ich noch nicht sagen, da ändert sich nichts mehr.

Bei meinem Mann jährt sich der Schlaganfall im August, und obwohl er aufgrund eines schweren epileptischen Anfalls erst einmal Anfang Mail wieder nicht mehr gehen und stehen konnte, geht er heute sicherer als vorher und macht bei seinen "Gehfehlern" erkennbare Fortschritte. Nur die Kondition ist noch nicht ganz die Alte - das liegt aber auch daran, dass wir aufgrund der Hitze auch keine ausgedehnten Spaziergänge machen.

Aufgeben und resignieren nach dieser kurzen Zeit "gilt nicht".

@Snoopy, mehrere Kilomenter gehen können, das ist nach dieser Zeit ein wirklicher Fortschritt! Bist Du wackelig weil Dir schwindelig ist? Falls ja, dann könnte ein Blick in die Beipackzettel Deiner Medikamente lohnen. Bei meinem Mann hat z.B. ein Antiepileptika zum Schwindel geführt. Das musste er einnehmen bis das angedachte die richtige Dosis hatte (musste langsam gesteigert werden). Seitdem das eine Medikament weg ist, kann er sich wieder bücken, gehen, hat keine Wackler mehr. Ich habe dann beim Googeln aufgrund einer anderen Problematik im Nachhinein festgestellt, dass der Schwindel bei diesem Medikament ist.

In einem hat aber jupp11 völlig recht - wenn Du Sprache nicht übst, wieder und wieder und wieder, dann wirst Du nie sicherer werden. Und hey.. es ist doch scheixx egal wie sich Deine Stimme anhört. Die Hauptsache ist doch erst einmal, dass Du Dich verständlich machen und mitteilen kannst. Wer Dich mag, der freut sich über jedes Wort von Dir. Gleichgültig ob sich Deine Aussprache anders als früher anhört.

Ein Schlaganfall gehabt zu haben ist keine Schande! Und jeder, der Dich wegen Deiner Unzulänglichkeiten scheel anschaut, der ist es nicht wert, dass Du Dir über ihn Gedanken machst (der ist entweder einfach nur dumm, oder überheblich/unsensibel)

#10

Heinz

königswinter, Deutschland

geh ja täglich mehrere Kilometer spazieren aber es wird trotzdem nicht besser und stehen geht überhaupt nicht 

Hallo Jasmin,

Du siehst irgendwann keinen Fortschritt mehr, dass ist normal. Ein/e nicht behinderte/r erlebt das gleiche im Beruf. Was tut er/sie dann? Er/Sie ändert den Beruf oder die Einstellung. Für Dich bedeutet das: Der Fortschritt ist nicht das wichtigste. Das wichtigste ist die Einstellung dazu. Versuch doch mal etwas anderes als nur das gehen trainieren. Versuch besser mit dem Hanykap klar zu kommen. kümmere Dich um Spaß, Freude, ums Leben und Du wirst sehen, der Fortschritt kommt von alleine. Unser Gehirn reagiert auf unser Denken und Tun. Zerstörte Bereiche im Gehirn werden vom Selbstheilungsmechanismus unseres Körpers entsorgt. Fehlende Funktionen können durch positives Denken, Bewegung und die richtige, vernünftige Ernährung dazu führen, das sich im Gehirn neue Zellen und Synapsen Verbindungen bilden, die Dir ein neues Leben/Erleben schenken. Du selbst wirst diese Entwicklung kaum wahrnehmen. Dein Umfeld jedoch schon.

Frust führt unweigerlich zur Depression, mehr Medikamente helfen da nicht, weniger schon. Sprich mit Deinem behandelnden Arzt. Wenn er gut ist, geht er darauf ein und hilft Dir zum und beim nächsten Entwicklungsschritt. Bis dahin heißt es üben, üben, üben... lass nicht nach, Du schaffst es! Viel Erfolg, viel Glück und alles Gute

Heinz

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