#41

Brie Brie

Saarland, Deutschland

Hallo Jürgen, 

bitte entschuldige, ich habe deine Nachricht erst jetzt gelesen. Auf jeden Fall vielen Dank für deine Nachricht! 
Nach mehreren Facharztgesprächen ist es so, dass sich die Ärzte sehr unsicher sind, ob überhaupt das PFO verantwortlich war für den sehr alten Schlaganfall oder die Gerinnungsstörung. Neurologin und Radiologe sagten, der Schlaganfall könnte auch bei der Geburt gewesen sein durch das starke Pressen. 
Wie auch immer: nach kardiologischer Zweit-und Drittmeinung wurde mir empfohlen das PFO trotzdem verschließen zu lassen, um sicher zugehen. Meine Medikamente werde ich, wie du schon sagst, sowieso ein Leben lang nehmen müssen. Im Moment stehe ich mit der Uniklinik in Freiburg in Kontakt bezüglich Verschluss, ersteinmal mit Nahtverfahren aufgrund meiner Allergien. Bis zur OP dauert es noch, unter anderem gibt es wohl Lieferschwierigkeiten mit dem Material. Danach kann ich gerne berichten, wie es war. 

Liebe Grüße 

Josephine 

#42

Annin

Bayern, Deutschland

Hallo Josephine,

hast du denn irgendwelche Symptome?

Weshalb gab es eine MRT Untersuchung, bei der dann der Zufallsbefund zustande kam?

Ich bin mittlerweile sehr vorsichtig, wenn zu OPs geraten wird ohne dass man irgendwelche Probleme jemals hatte. Vor allem wenn man einem gesagt wird, dass es sicherer sei. Die OP ist ja eben auch mit Risiken verbunden.

Viele Grüße

Annin


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »Annin« (15.10.2023, 13:56)
#43

Angie

Untermettingen, Deutschland

Da stimme ich Annin vollkommen zu. Und dann noch in Freiburg, die sind klasse, haben die besten Ärzte aber operieren sehr gerne. Da wäre ich gleich doppelt vorsichtig.

#44

Brie Brie

Saarland, Deutschland

Hallo Annin, 

Hallo Angie, 

jetzt nehme ich mir doch mal vor öfter in das Forum zu schauen! 

Zu euren Fragen: 

Ich hatte Ende vergangenen Jahres eine Sehstörung (verschwommene Sicht) auf einem Auge und plötzlich eintretende Sprachstörungen. Ich habe wortwörtlich gemerkt, wie mir die Sprache schwindet. Ich konnte nur Silben sinnlos aneinanderreihen, nichts konnte man verstehen. Nach 10 min war der Spuk vorbei, in der Notaufnahme wurde ich untersucht, alles in Ordnung. Zur Sicherheit sollte ich ein MRT machen lassen. Dort wurden keine frischen Ischämien gefunden, nur dieser alte. Deshalb die Diagnose Migräne mit Sprachstörung. 
Die Neurologin hat dann weiter untersuchen lassen und so kam ich bei der Gerinnungsstörung und dem PFO raus. Ob das PFO allerdings wirklich für den alten Schlaganfall verantwortlich ist, kann mir kein Arzt sicher sagen. 
Natürlich wäre es mir lieber, wenn ich die OP nicht bräuchte, bei dem Gedanken bekomme ich Angst. Nachdem die Klinik, die das PFO feststellte, sagte ich bräuchte den Verschluss sowie eine Zweitmeinung und noch das Uniklinikum in Freiburg, bin ich davon ausgegangen, dass es so sein muss. (?)

Meine Mutter hatte starke Blutungen während der Schwangerschaft. Die Neurologin meinte, dass da auch ein Zusammenhang mit dem Schlaganfall sein könnte. Feststellen lässt sich das allerdings nicht mehr. 
Symmptome habe ich keine. Bis auf manchmal das Gefühl nicht gut atmen zu können. Das habe ich aber erst seitdem ich weiß, dass ich ein PFO habe. Wird wohl psychosomatisch sein, meine Hausärztin konnte keine Auffälligkeiten erkennen. 

Liebe Grüße 

Josephine 

#45

Angie

Untermettingen, Deutschland

Hallo Josephine,

es lag nicht daran dass deine Mutter starke Blutungen hatte. Entweder vererbt sie die Anlage einen Schlaganfall oder ähnliches zu haben oder nicht. Bei uns in der Familie gab es mehrere Schlaganfälle (wir sind aber auch eine sehr große Familie, mit der nächsten Generation übernehmen wir den ganzen Schwarzwald), die Veranlagung dazu ist bei allen gegeben.

Die Zweitmeinung wirst du dir sparen können, außer es ist ein Arzt der sehr viel Ärger mit den Krankenkassen hat. Eine Krähe hackt ......

Ich würde es mir persönlich sehr gut überlegen und alles was es öffentlich zu lesen gibt, durchsehen. Auch die Seiten 5 und nachfolgend bei google.

Man redet sich sehr viel ein und ärgert sich das kein Arzt einen ernst nimmt, davon kann ich ein Lied singen. Wenn das bei dir überhand nimmt, wäre die OP richtig und wichtig für dich.

Liebe Grüße

Angie

#46

ElkeM

Grefrath, Deutschland

Hallo in die Runde,

ich habe im November 2023 einen leichten Schlaganfall gehabt. Glücklicherweise sind die anfänglichen Bewegungseinschränkungen weg und geblieben sind bisher „nur“ Konzentrationsschwierigkeiten, Schwindel und irgendwie ständige Müdigkeit und Kopfschmerzen .

Nun zu meiner Frage:

Da keine anderen Ursachen außer eines PFO gefunden wurden & bei mir auch schon ein älterer kleiner Schlaganfall im MRT deutlich wurde (+ familiär vermehrt in jungen Jahren Schlaganfälle auftraten) wurde mir nun zum PFO geraten. Wie so viele hier auch plagen mich nun Bedenken (Nickelallergie, Vorhofflimmern, andererseits die Frage, wie sicher hält das Nahtmaterial uvm). Dennoch neige dazu, das Noble Stich Nahtverfahren vorzuziehen (wenn ich dafür in Frage komme - müssen ja wohl bestimmte Bedingungen vorliegen). Dazu stehe ich gerade mit Herrn Dr. Sievert in Frankfurt im Austausch . 

Nun würde es mich natürlich sehr beruhigen, wenn ich von einigen hier im Forum eine (positive) Rückmeldung zu ihren Erfahrungen mit dem PFO Verschluss , insbesondere mit dem Nahtverfahren bekommen könnte. Wie geht es euch vielleicht auch nach längerer Zeit? 

Herzliche Grüsse

Elke

 

#47

soleil96

Stuttgart, Deutschland

Hallo Elke,

ich habe mein PFO vor etwas mehr als 3 Jahren bei Prof. Sievert vernähen lassen und heute merke ich davon gar nichts mehr. Das PFO ist verschlossen, die Medikamente konnte ich absetzen und auch sonstige anfängliche "Probleme" wie Herzstolpern sind gänzlich verschwunden. Bin regelmäßig zur Kontrolle beim Kardiologen und der hat auch nichts auszusetzen 🙂

Liebe Grüße

Samira

#48

ElkeM

Grefrath, Deutschland

Hallo Samira,

vielen Dank für Deine Rückmeldung! Es freut mich für Dich zu hören, dass mittlerweile alles gut ist! 
Eine Frage, hattest Du das benannte Herzstolpern schon vor dem Verschluss, oder war es eine Reaktion auf den Verschluss? 

Liebe Grüße 

Elke

#49

soleil96

Stuttgart, Deutschland

Hallo Elke,

danke für deine lieben Worte!

Tatsächlich kann ich es gar nicht genau sagen, bin aber davon überzeugt, dass es eine psychische Reaktion war. Bei mir war das glaub ein Teufelskreis. Ich hab nach dem Verschluss mein Herz sehr genau beobachtet, hab das Stolpern bemerkt, hab Angst bekommen, das hat wiederum das Stolpern verstärkt usw. Kann gut sein, dass das Stolpern auch vor Verschluss bei Angst und Nervosität da war, ich das aber gar nicht wirklich wahrgenommen habe. 

Im EKG hat man zumindest nie gefährliche Auffälligkeiten gefunden, man hat das Herzstolpern zwar gesehen, aber harmlos war es allemal. 

 

Liebe Grüße 

Samira

#50

ElkeM

Grefrath, Deutschland

Hallo Samira,

Danke für Deine Antwort…!

Manchmal weiß man‘s einfach nicht, was psychisch und was körperlich bedingt ist, vielleicht war‘s auch eine Mischung aus beidem? 

Ich kann mir gut vorstellen, dass ich auch sehr darauf achten werde, wie dich mein Herz nach dem Eingriff verhält. Ich achte jetzt schon mehr als vor dem PFO Befund darauf… Ich habe aber auch zusätzlich noch ein Mastzellaktivietungssyndrom, was bewirkt, dass ich bri zu viel Histamin im Körper unter anderem mit Herzstolpern und Herzrasen reagiere. Habe ich viel Stress und bin sehr aufgeregt, kommt das Stolpern. Deshalb habe ich auch ein wenig Sorge, dass ich nach dem Eingiff damit Probleme bekomme. Ich hoffe, ich schaffe es dann schnell wieder zur Normalität übergehen zu können. 

Dir wünsche ich alles Gute und Danke für den Austausch! 

LG Elke 

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