#1

Ronny

Jade, Deutschland

Hallo zusammen,

 

mein Name ist Ronny, 43 Jahre und wohne im in Niedersachsen. Geboren und aufgewachsen in Sachsen, in der östlichsten Stadt Deutschlands. Meine Mutter erlitt mit 67 Jahren am 02.02.2019 einen schweren Schlaganfall, begründet durch eine verschlossene Halsschlagader.

Seit dem bin ich 3500km durchs halbe Land gefahren und mein (unser) Leben hat sich schlagartig verändert. Meine Mutter liegt aktuell noch im Klinikum und wartet auf einen Rehaplatz. Sie hat Lähmungserscheinungen im linken Arm sowie leichte Einschränkungen im linken Bein und im Gesicht. Sie ist soweit stabil, hat jedoch mit geistigen Aussetzern zu kämpfen, sprich sie sieht Sachen, vor allem Tiere, welche nicht da sind.

Ich weiß, dass mir eine schwere Zeit bevorsteht, insbesondere weil ich 650 km entfernt wohne und Einzelkind bin.

Ich habe mich hier angemeldet, um mich mit ebenfalls Betroffenenen und Angehörigen kurz zu schließen sowie um einen Erfahrungsaustausch zu erleben.

Ich wünsche allen in diesem Forum verdammt viel Kraft, momentan fahre ich diesebezüglich an der Schmerzgrenze.

Liebe Grüße

Ronny

#2

Angie

Untermettingen, Deutschland

Hallo Ronny,

 

gut das sie stabil ist. Das mit den Tieren kenne ich nur zu gut. Schlimm für mein Mann war meine wiederholte Frage wer sich denn um die Kühe kümmert. Wir hatten zuletzt Kühe, da war ich 8 Jahre alt..... Oder unsere Katzen, unsere neue nenn ich auch oft beim Namen der Verstorbenen. Besser ist es geworden, aber immer noch nicht weg.

 

Kann sie denn einen Rehaplatz in deiner Nähe bekommen?

 

Gruß Angie

#3

tron33

Berlin, Deutschland

Ich weiß, dass mir eine schwere Zeit bevorsteht, insbesondere weil ich 650 km entfernt wohne und Einzelkind bin.

Ich habe mich hier angemeldet, um mich mit ebenfalls Betroffenenen und Angehörigen kurz zu schließen sowie um einen Erfahrungsaustausch zu erleben.

Ich wünsche allen in diesem Forum verdammt viel Kraft, momentan fahre ich diesebezüglich an der Schmerzgrenze.

 
Hallo Ronny,

ich weiss nicht, ob das hilfreich ist, aber: Schwer ist es nur in deinem Kopf. 🙂

Soll heissen, dass irgendwann der Moment kommt, wo du die Dinge so in dein Leben eingetaktet hast, dass sie dir ganz normal erscheinen. Bis dahin musst du auf dich aufpassen und dir auch Zeit und Freiräume für dich lassen oder dir diese verschaffen. Hilft ja Niemandem, wenn du in kurzer Zeit ausgebrannt bist, am wenigsten dir, denn die Probleme löst dann auch Niemand anders.

Mir fiels immer viel leichter, wenn ich mich bewusst darauf gefreut habe, dass ich nun los kann um zu helfen oder einfach nur da zu sein. Mit einem Lächeln ins Auto, statt mit einem Stöhnen (zu dem man natürlich auch jedes Recht hat, klar).

LG

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