#1

gulamerah

Frankfurt am Main, Republik Korea

Dissektion bei 52jährigem Sportler

Liebes Forum,

hier meine Krankengeschichte. Ich wohne momentan in Seoul, Südkorea und habe wegen der Sprachbarriere sehr damit zu kämpfen, detailliertere und klare Information zu bekommen. Daher bin ich für jede Erfahrung dankbar.

Am 4.1.2020 war ich morgens im Fitness-Studio und habe Krafttraining gemacht. Ca 2 Stunden danach um 11 Uhr verspürte ich ein Taubheitsgefühl im Daumen, Zeige- und Mittelfinger der rechten Hand. Der rechte Arm fühlte sich etwas schwer an. Das Taubheitsgefühl war nur kurz, kam wieder und ging wieder über die nächsten 4 Stunden. Ansonsten keine neurologischen Ausfälle. Nur Kopfschmerzen. Ich bin dann in die Notaufnahme gebracht worden. Dort wurde ein MRT durchgeführt. Diagnose war TIA durch eine Stenose der linken Karotisarterie aufgrund einer Dissektion. Ein Trauma am Kopf kann ich nicht bestätigen. Während des 2 tägigen Krankenhausaufenthaltes wurde ich mit Aspirin und clopidogrel behandelt. Am 6.1. wurde ich entlassen. Medikamentöse Therapie war Aspirin und 100 mg, clopidogrel 100 mg, atorvastatin 40 mg, 100 mg rebamipide,20 mg pantoprazol.
Im Laufe der nächsten Tage bekam ich starke Kopfschmerzen, erst am ganzen Kopf, dann konzentriert auf die linke Seite. Speziell die linke Schläfe, auch das linke Ohr und der untere linke Hals. Am 12 Januar bin ich wieder eingewiesen worden.
Es wurde ein Angio CT, ein MRT, und ein Carotis-Stentingversuch unternommen. Ein Stent konnte nicht gelegt werden, da die Okklusion zu stark war. Minimaler Durchfluss war noch vorhanden. Bis zum 20.1 IV Heparintherapie. Am 22.1 Entlassung.
Momentane Therapie: Aspirin und 100 mg, clopidogrel 100 mg, atorvastatin 10 mg.
Es geht mir langsam besser, Kopfschmerzen links sind nicht mehr so präsent. Dafür mehr Druck auf dem linken Auge und Horner Syndrom. Es wird aber langsam spürbar besser. Letzte Woche am 3 Februar habe ich schon wieder langsam angefangen zu arbeiten.
Was mich quält ist diese Unklarheit, wie das passiert ist. Könnte es vom Gewichtheben gekommen sein? Ich bin kein Bodybuilder, sondern wollte nur meine Muskelstärke erhalten. Hat jemand Erfahurngen von Euch?
Weiterhin ist mir nicht klar, warum ich Statine nehmen soll. HDL, LDL, TG, alles OK. Ich bin außerdem Vegetarier.
Ich danke Euch im Voraus.
 
Viele Grüße
Markus
 
#2

jup11

Quarnbek, Deutschland

#3

Dissi78

Ditzingen, Deutschland

Auch ich hatte eine Dissektion „aus dem Nichts“, sprich: es wurde nie eine Ursache gefunden. Ich war krank (Erkältung ohne Husten oder sowas) zuhause auf dem Sofa und es ist einfach passiert. Mir wurde gesagt „spontane Dissektionen“ sind gar nicht so selten. Ich war damals 34 Jahre alt. 

Mir hat das lange zu schaffen gemacht, denn wenn es eine Ursache gäbe, könnte man ja auch was tun um zu verhindern dass es nochmal passiert. Mittlerweile ist das Ganze (Dissektion A. vertebralis links mit anschließendem Apoplex) fast 7 Jahre her und ich habe Ruhe darüber. Es ist auch in all den Jahren nichts mehr passiert in die Richtung. 

#4

gulamerah

Frankfurt am Main, Republik Korea

#5

gulamerah

Frankfurt am Main, Republik Korea

Auch ich hatte eine Dissektion „aus dem Nichts“, sprich: es wurde nie eine Ursache gefunden. Ich war krank (Erkältung ohne Husten oder sowas) zuhause auf dem Sofa und es ist einfach passiert. Mir wurde gesagt „spontane Dissektionen“ sind gar nicht so selten. Ich war damals 34 Jahre alt. 

Mir hat das lange zu schaffen gemacht, denn wenn es eine Ursache gäbe, könnte man ja auch was tun um zu verhindern dass es nochmal passiert. Mittlerweile ist das Ganze (Dissektion A. vertebralis links mit anschließendem Apoplex) fast 7 Jahre her und ich habe Ruhe darüber. Es ist auch in all den Jahren nichts mehr passiert in die Richtung. 

 Hallo Dissi,

danke für deinen Beitrage. Ich frage mich einfach, was ich nun wieder sportlich machen kann. Ich habe vorher jeden Tag Sport gemacht und das fehlt mir sehr. Ich bin aber verunsichert, was ich meinem Körper zumuten kann.

Ich mache mich auch auf eine lebenslange Auseinandersetzung mit dem Thema gefasst. Du bist nach 7 Jahren auch immer noch in dieses Forum unterwegs. Lässt es dich immer noch nicht los?

 

VG
Markus

#6

Angie

Untermettingen, Deutschland

Mein Schlaganfall ist 10 Jahre her und er lässt mich nicht los. Jedesmal wenn ich an meine Grenzen gebracht werde denke ich es droht ein neuer Anfall. Aber es passiert nie was.

Fang LANGSAM mit dem Sport wieder an, dann wirst du es sehen. Was anderes kann ich nicht sagen. Sport wird mir auch empfohlen, ob ich es mache.... 😃

#7

Schneepflug

Meiningen, Deutschland

Hallo! Blutverdünnung und Statine sind ganz einfach eine Standartbehandlung. Da spielt wohl zum einen die Pharmamedizin eine Rolle (die wollen viel Geld verdienen ) und zum anderen werden den Statinen eine "klebende Wirkung " nachgesagt.Sie sollen angeblich verhindern das sich Teile von Ablagerungen lösen und somit einen Schlaganfall auslösen können. Ich hab im Netz viele Artikel gelesen die diese Aussage bestätigen aber auch genauso viele die sagen das diese Aussage Blödsinn ist. Fakt ist, das viele Menschen mit Statinen ganz große Nebenwirkungen haben. Ich übrigends auch. Ich denke hier wird auch mit der Angst der Betroffenen gespielt...wenn du die nicht nimmst.....................Ich frag mich auch warum man das Zeugs nehmen soll wenn der Cholesterinspiegel und das Verhältniss HDL -LDL stimmt warum soll ich sonen Gift zu mir nehmen. Eine logische Antrwort gibt keiner.

Die Angst das man wieder sowas bekommen kann wird wohl immer bleiben so wie ein geheilter Krebspatient das auch immer im Hinterkopf haben wird. Was man lernen muss, ist der Umgang damit. LG und wie sage ich meist zum Schuss......Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft, hat verloren.

#8

Dissi78

Ditzingen, Deutschland

Auch ich hatte eine Dissektion „aus dem Nichts“, sprich: es wurde nie eine Ursache gefunden. Ich war krank (Erkältung ohne Husten oder sowas) zuhause auf dem Sofa und es ist einfach passiert. Mir wurde gesagt „spontane Dissektionen“ sind gar nicht so selten. Ich war damals 34 Jahre alt. 

Mir hat das lange zu schaffen gemacht, denn wenn es eine Ursache gäbe, könnte man ja auch was tun um zu verhindern dass es nochmal passiert. Mittlerweile ist das Ganze (Dissektion A. vertebralis links mit anschließendem Apoplex) fast 7 Jahre her und ich habe Ruhe darüber. Es ist auch in all den Jahren nichts mehr passiert in die Richtung. 

 Hallo Dissi,

danke für deinen Beitrage. Ich frage mich einfach, was ich nun wieder sportlich machen kann. Ich habe vorher jeden Tag Sport gemacht und das fehlt mir sehr. Ich bin aber verunsichert, was ich meinem Körper zumuten kann.

Ich mache mich auch auf eine lebenslange Auseinandersetzung mit dem Thema gefasst. Du bist nach 7 Jahren auch immer noch in dieses Forum unterwegs. Lässt es dich immer noch nicht los?

 

VG
Markus

 
Im Alltag ist es nicht mehr täglich präsent. Aber ich denke dass so ein einschneidendes Erlebnis (das ja auch durchaus ganz anders hätte ausgehen können, ich hatte nur wahnsinnig viel Glück), einen nie so ganz wieder loslassen wird. 
Aber es ist mittlerweile tatsächlich sehr weit hinten im Hinterkopf und beeinträchtigt mich nicht mehr täglich. Die Ängste diesbezüglich sind eigentlich auch weg. Das wird bestimmt auch bei dir mit der Zeit besser werden! 

Weshalb ich hierher gefunden habe nach so langer Zeit war die Tatsache dass ich noch einmal schwanger wurde und nach Erfahrungen gesucht habe bezüglich Dissektion und natürlicher Geburt/Kaiserschnitt. Mein erstes Kind, mit dem ich zum Zeitpunkt des Schlaganfalls schwanger war, musste ich per Kaiserschnitt entbinden weil der Druck auf die frische Dissektion zu groß gewesen wäre bei den Presswehen. 

Irgendwie hatte ich dann Lust meine Erfahrungen weiterzugeben und mich auszutauschen. 

#9

EddyMosel

Bernkastel-Kues, Deutschland

Mein Schlaganfall ist 10 Jahre her und er lässt mich nicht los. Jedesmal wenn ich an meine Grenzen gebracht werde denke ich es droht ein neuer Anfall. Aber es passiert nie was.

Fang LANGSAM mit dem Sport wieder an, dann wirst du es sehen. Was anderes kann ich nicht sagen. Sport wird mir auch empfohlen, ob ich es mache.... 😃

 Hallo Angie,

danke für deine Zeilen, die habe mich etwas ruhiger gemacht.

LG Eddy

#10

gulamerah

Frankfurt am Main, Republik Korea

Auch ich hatte eine Dissektion „aus dem Nichts“, sprich: es wurde nie eine Ursache gefunden. Ich war krank (Erkältung ohne Husten oder sowas) zuhause auf dem Sofa und es ist einfach passiert. Mir wurde gesagt „spontane Dissektionen“ sind gar nicht so selten. Ich war damals 34 Jahre alt. 

Mir hat das lange zu schaffen gemacht, denn wenn es eine Ursache gäbe, könnte man ja auch was tun um zu verhindern dass es nochmal passiert. Mittlerweile ist das Ganze (Dissektion A. vertebralis links mit anschließendem Apoplex) fast 7 Jahre her und ich habe Ruhe darüber. Es ist auch in all den Jahren nichts mehr passiert in die Richtung. 

 Hallo Dissi,

danke für deinen Beitrage. Ich frage mich einfach, was ich nun wieder sportlich machen kann. Ich habe vorher jeden Tag Sport gemacht und das fehlt mir sehr. Ich bin aber verunsichert, was ich meinem Körper zumuten kann.

Ich mache mich auch auf eine lebenslange Auseinandersetzung mit dem Thema gefasst. Du bist nach 7 Jahren auch immer noch in dieses Forum unterwegs. Lässt es dich immer noch nicht los?

 

VG
Markus

 
Im Alltag ist es nicht mehr täglich präsent. Aber ich denke dass so ein einschneidendes Erlebnis (das ja auch durchaus ganz anders hätte ausgehen können, ich hatte nur wahnsinnig viel Glück), einen nie so ganz wieder loslassen wird. 
Aber es ist mittlerweile tatsächlich sehr weit hinten im Hinterkopf und beeinträchtigt mich nicht mehr täglich. Die Ängste diesbezüglich sind eigentlich auch weg. Das wird bestimmt auch bei dir mit der Zeit besser werden! 

Weshalb ich hierher gefunden habe nach so langer Zeit war die Tatsache dass ich noch einmal schwanger wurde und nach Erfahrungen gesucht habe bezüglich Dissektion und natürlicher Geburt/Kaiserschnitt. Mein erstes Kind, mit dem ich zum Zeitpunkt des Schlaganfalls schwanger war, musste ich per Kaiserschnitt entbinden weil der Druck auf die frische Dissektion zu groß gewesen wäre bei den Presswehen. 

Irgendwie hatte ich dann Lust meine Erfahrungen weiterzugeben und mich auszutauschen. 

 Wow, das ist ja noch mal um Einiges härter was du da berichtest. Das war bestimmt eine schlimme Zeit damals aber Hut ab, du hast es geschafft. Das motiviert doch ungemein! Danke.

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