#1

Roger

Panglao - Philippines, Philippinen

Ischämischer Schlaganfall links -24.märz 2018

Hallo , desen ersten Beitrag schreibe ich für meinen Mann , weil er etwas länger wird und ihn das noch zu sehr anstrengt. Er hatte am 24. März nachmittags einen TIA , (nach 60 Minuten alles wieder gut und keinerlei Beschwerden ) dann aber am gleichen Tag abends um 18.30 einen schweren Schlaganfall . Linke Hirnhälfte lt CT zu 60 % beschädigt also Sprachzentrum stark betroffen , rechtsseitige vorübergehende totale Lähmung der Extremitäten incl. Inkontinenz

Ich muss erst mal dazu sagen , wir sind Deutsche leben aber seit 2 Jahren auf den Phlippinen.

Als ich ihn mit dem TIA ins Krankenhaus gebracht habe wurde dieser nicht erkannt oder evtl. auch nicht so erst genommen. Nach einer kurzen Untersuchung wurden wir wieder nach Hause geschickt . Am Abend nach dem schweren Schlaganfall habe ich ihn dann in ein anderes KKH einliefern lassen. Dort wurde sofort Schlaganfall diagnostiziert und eine erstversorgung incl. CT (ohne Befund , daa scheinbar zu früh) gemacht. 

Nachdem wir hier etwas in der Provinz leben habe ich ihn dann nach 2 Tagen in die Uni Klinik von Cebu Doctors in Cebu überführen lassen. Dort wurde ein erneutes CT (diesmal mit Befund -60 % Damage- ) erstellt. Alle weiteren notwendigen Untersuchungen 24h EKG, Diabetes und und und , wie es wohl bei Schlaganfall standart ist wurden durchgeführt .Die ersten 7 Tage wurde er über Tubus ernährt weil der Schluckreiz nicht ganz sicher vorhanden war. Physio , Occupational und Sprachtherapei begannen nach ca. 7 Tagen noch im Krankenhaus taglich , bzw. alle 2 Tage (OT und Sprache) .

Medikation , NeuroAid , Avartastin 80mg, und Magenschoner

Erste Erfolge Physiotherapie , leichte Bewegung am rechten Fuss möglich, erste Worte kommen zurück (Ja, Nein )

Nach 12 Tagen sind wir dann wieder nach Hause gegangen. 

Was wir nun hier tun:

Jeden Morgen 1 Stunde Wassergymnastik ,Schwimmen mit Schwimmnudel, Übungen für Bein , Arm und Schulter

2 mal die Woche Physio mit Sprach und Occupational Therapie je 3 Stunden

4 mal die Woche abends 1 Stunde Joga Atemübungen

3 mal die Woche tagsüber 2 Stunden Massage

möglichst Täglich Sprechen üben

Wir sind jetzt am Ende der Woche 12

Sprache kommt langsam, die Wörter sind meist im Kopf können aber nur sehr schwer artikuliert werden

Rechtes Bein , Laufen ist möglich über kurze Strecken mit einem spezialschuh und einer Krücke , für längere Strecken - Rollstuhl

Rechter Arm und Schulter schmerzen , zeigen aber sonst noch keinerlei Willen sich bewegen zu wollen.

Was uns sehr händicapt sind teilweise starke Schmerzen in den gelähmten Bereichen die uns als notwendig (Phase 2) beschrieben wurden . Da finden sich dann scheinbar neue Nervenverbindungen und die Muskeln fangen an weder zu arbeiten .

Ich bin jetzt an dem Punkt wo mein Mann teilweise sehr nedergeschlagen ist , weil für Ihn alles so langsam geht (ich finde er ist schnell) und ich denke es ist der moment um mit Leidensgenossen einfach sich auszutauschen.

So das war meine Einführung. An diesem Punkt hoffe ich auf viele "Willkommen im Club " und übergebe .

Euch allen gute Besserung und -durchhalten -

#2

Kathi2310

dortmund, Deutschland

Hallo , 

Mein schlaganfall war 2/16 . Ich bin ohne vorwahrnug von Stuhl gefallen auf einer Party. Rettungswagen war 7 Minuten später und nach ca 30 Minuten war ich im Krankenhaus und wurde sofort behandelt. Ganze rechte Seite betroffen. Was folgte war 3 Wochen Krankenhaus und 11 Wochen Reha stationär. Heute hab ich noch 2 mal die Woche Physio je 1.5 Std und 3 mal Ergo je1.5 Std und zweimal Logo je 45 Minuten. 

Trotzdem ich so viele Therapie Einheiten in der Woche habe, habe ich noch so viele Einschränkungen. Aber jeden SA ist anders.....

Geduld und viel üben..... das sind die Wörter die ich am meisten in den letzten 2 Jahren gehört habe.....

Ich wünsche dir und deinem Mann alles Gute....

Ich war 47 jahre als mich der Schlag traf . Und keine Risikofaktoren. 

LG Kathrin 

 

 

#3

Roger

Panglao - Philippines, Philippinen

Hallo Kathi , danke für deine Antwort . Das sind noch ganz schön viele Therapie Einheiten nach 2 Jahren . Ja ich weiss , es ist bei jedem anders, aber trotzdem ist es immer schön Erfolgsmeldungen zu hören, denn das gibt Hoffnung. Seit gestern haben wir eine ganz leichte Laufschiene aus Plastik und der Rollstuhl steht in der Ecke. Im Haus bewegt er sich nur noch mit der Schiene und seiner Krücke.

Mein Mann ist 61 und hatte auch keinerlei Risikofaktoren, nie geraucht , trinkt nur selten mal ein Bier , ist schlank uns durchtrainiert sportlich weil Taucher. Man steckt da einfach nicht drin.

Wir geben auf jeden fall nicht auf und üben üben üben , was das Zeug hält

#4

Kathi2310

dortmund, Deutschland

Hallo Roger,

Das dein Mann vor dem Schlaganfall durchtrainert und sportlich war hilft ihm bei den Therapien....

Immer weiter üben nicht aufgeben. 

Ich hab auch die Schnauze voll vom vielen üben, mache auch jeden Tag weiter....

Haltet die Ohren steif. Alles gute weiterhin.

LG

#5

Medulla O

Lorch, Deutschland

Hallo Roger,

 

erst einmal gute Besserung.

Ich hatte im Januar Hirnstamminfarkt rechts, deshalb mein schöner Name Medulla O 🙂

Von jetzt auf hier, eisiger Wind im Kopf und fertig. Ich dachte echt, entweder Pflegefall oder ...., nichts ging mehr. Akuter mega Schwindel und 6fach Bilder, Kopf anheben nicht mal mehr möglich, nach 8 stunden Notaufnahme, kam man auf die Idee des MRT.

Danach Stroke Unit reha halt wie alle. Auch ich links erstmal taub, rollstuhl usw.

Das ganze hat mich fix und fertig gemacht auch nervlich. (Immer noch) Dann Gas gegeben, raus aus dem rollerding und aktiv. Dann immer diese Rückschläge,Panik Symptome eines erneuten SA, was komisch ist, da hab ich hier von noch keinem wirklich gelesen, das sie es auch haben, wäre toll wenn sich da jemand melden würde, der das auch immer wieder hat. Vor allem kann ich dannwieder nicht mehr vernünftig laufen, nicht gut lesen, schwindel und das atmen fällt wahnsinnig schwer, obwohl alles vorher schon so gut wie weg war. 

keineahnung ob man jetzt damit leben muss, sich täglich neu ins leben zu kämpfen? Dazu gesellen sich bei mir Nervenbrennen/ziehen - also das hat schon einen gewaltigen Score in der Schmerzscala, aber weiter oben schreibt jemand von Phase 2, und das dies zeichen von erwachenden Nerven seinen (Jubel, da ertrage ich das doch gleich viel leichter)

Du siehst also, du musst bestimmt auch noch eine weile durchhalten, ich wünsche dir alle alle liebe und das es vielleicht auch allesweniger schlimm ausgefallen ist, was die Regeneration betrifft

Jeannette

 

#6

Roger

Panglao - Philippines, Philippinen

Hallo Jeanette, danke für deine Antwort, Vor lauter therapie haben wir hier fast nicht mehr daran gedacht mal reinzuschauen

Heute nach Ende der Woche 20 seit Schlaganfall haben wir folgenden Stand

Laufen mit einer Krücke über kurze Strecken möglich

rechtes Bein Beweglich, Am fuß noch Defizite . Zeitweise treten sehr starke Nerven und Muskelschmerzen im Bein auf.

rechter Arm , kommt ganz langsam - beginnend mit der Schulter. Die Finger können minimal bewegt werden. Die Schulter bereitet zeitweise große Schmerzen

Erinnerungsvermögen ist noch so gut wie gar nicht wieder vorhanden

Sprachvermögen kommt langsam . Es fehlen viele Worte und Begriffe. Sätze mit mehr als 4 Wörtern werden abgebrochen weil auf einmal der faden verloren ist .

Wir sind zuversichtlich und hoffen bis ende des Jahres noch große fortschritte zu machen

#7

Medulla O

Lorch, Deutschland

Meine besten Wünsche

 

#8

Satijntje

Echternacherbrück, Deutschland

Hallo Roger,

ich leide nach einem Schlaganfall in 2009 auch an neurologischen Nervenschmerzen.

Habe seitdem alles alles ausprobiert, Massagen, Lyrica, Accupunktur, Stoßwellen usw usw

Heute habe ich von meinen Arzt eine neue Behandlung bekommen: ein Qutenza Pflaster.

Es ist ein natürliches Product (mit Cayenne Pfeffer) und hat (fast) keine Nebenwirkungen.

Schaue mal hier:
http://www.krankenpflege-journal.com/schmerz-paincare/3722-qutenza-in-der-praxis-erfahrungsberichte-aus-den-ersten-sechs-monaten.html

 

Wünsche alles gute!

John

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