
Forum - Reha nicht verlängert
Reha nicht verlängert
Hallo zusammen, ich bin heute neu hier und benötige Hilfe. Der Stiefvater (62) meines Mannes hatte am 15.04.2010 einen schweren SA (rechte Seite + Sprachzentrum) auf der Autobahn in seinem Auto. Zum Glück ist durch den Unfall nicht noch mehr passiert. Am 16.04.2010 wurde ihm die linke Schädelhälfte entfernt. Nach 2 Wochen Uni und Intensivsation war er noch 1 Woche in einem anderen KH bis er am 03.05.2010 in die Rehaklink Hilchenbach gebracht wurde. Durch war er auch erst einmal 2 Wochen in der Intensivabteilung bis er dann auf Station C gebracht wurde. Erst hier fing die eigentliche Reha mit den Therapeuten an. Seit ca. 2 Wochen kommen die ersten Laute raus und seit ca. 4 Wochen kann er sich ein paar Meter fortbewegen, wenn die Therapeutin das rechte Bein nachschiebt. Essen und trinken kann er seit ca. 2 Monaten wobei er immer noch Flüssigkeit über eine Magensonde zusätzlich bekommt. Über die Funktionen von Blase und Darm hat er immer noch keine Kontrolle, d.h. Windeln und Sonde in der Blase. Nun soll er am 23.07.2010 aus der Reha entlassen werden, obwohl sich gerade erst die ersten kleinen Erfolge einstellen. Der Oberarzt meinte, das wäre nach 12 Wochen normal !!! Vom Med. Dienst wurde er auf Pflegestufe "1" eingestuft. Hier soll aber wohl laut der Mutter, vom Sozialen Dienst der Klink Einspruch eingelegt worden sein. Für uns ist das Vorgehen z.Zt. unverständlich. Die Mutter war während der Reha einige Male ein bis zwei Wochen dort und hat sich ein Zimmer genommen. Die Reha ist von uns etwa 1,5 Std. entfernt. Wir waren immer nur an den WE dort. Dann ist aber kein Ansprechpartner dort und das Pflegepersonal gibt nur sehr knappe Info's, wenn überhaupt. Die Mutter hat dort zwar immer mal wieder mit den Ärzten gesprochen und war bei den Therapien dabei, aber wir haben immer nur sehr knappe Info's erhalten, da Sie das Thema ständig abgewürgt hat und nicht darüber sprechen wollte. Sie hat trotz unserer Bitten und Hinweise immer alles verdrängt. Sie sollte sich während ihrer Aufenthalte auch immer selber Rat und Hilfe dort suchen, dies hat sie aber immer verweigert. Wir sind nun gestern mal etwas resoluter geworden und haben Ihr gesagt, das wir ihr ohne Informationen nicht helfen können und uns auch um nichts kümmern können. Wir haben dann erst einmal die ganzen Briefe von Behörden und KK bekommen, die wir nun erst einmal sichten müssen. Nun soll er ja am nächsten Freitag entlassen werden und die Klinik hat ihr geraten ihn in ein Pflegeheim zu stecken, da er für eine häusliche Pflege nicht geeignet wäre. Sie soll deswegen auch kein schlechtes Gewissen haben. Das will sie aber eigentlich gar nicht !! Sie hat sich dort aber vom Sozialen Dienst in der Klinik bei Ihrem Aufenthalt vor 2 Wochen bequatschen lassen, das er nun am FR in die Diakonie nach Monheim a.R. gebracht wird. Wir haben Ihr schon vor ca. 4 Wochen gesagt, das wir uns dringend mit einem Pflegedienst in Verbindung setzen müssen, damit alles geregelt ist, wenn er nach Hause kommt. Davon wollte sie nichts wissen, weil sie mal wieder nicht war haben wollte, das er als Pflegefall irgendwann aus der Reha entlassen wird. Jetzt ist es so weit und nichts ist geregelt... Ich werde mich nun mit dem Pflegedienst in Verbindung setzen und sehen ob und wie schnell wir Ihn nach Hause holen können, so dass auch die Therapien weiter gehen können. Die Schädeldecke muss ja auch wieder geschlossen werden. Am Anfang der Reha hieß es, das dies nach der Reha erfolgt. Aber darum gekümmert hat sich bis jetzt wohl auch niemand. Wäre ja jetzt, wo er nach Hause bzw. ins Pflegeheim muss der geeignete Zeitpunkt, sofern dies medizinisch schon möglich ist, ihn direkt in die Uniklinik zu bringen, wo die Schädeldecke liegt um die OP durchzuführen. Auch hier von der Reha keine Informationen bis jetzt. Nachdem wir nun gestern die Unterlagen bekommen haben und etwas mehr Info's von der Mutter erhalten haben, muss ich mich nun sofort um die ganze Angelegenheit - wovon ich z.Zt. auch noch keine Ahnung habe - kümmern. Wir können nicht verstehen warum die Reha nicht weiter verlängert wurde. Hier muss doch Einspruch erhoben werden. Wo muss ich das tun, damit die Reha ggfl. wo anders fort geführt wird. Wenn ich mache anderne Berichte hier im Forum lese, dann sind andere Betroffene z.T. 6 Monate und länger in der Reha. Was müssen wir nun machen und regeln? Bin z.Zt. noch etwas Ratlos und muss mir nun Info's einholen, damit wir den Stiefvater wieder irgendwann auf die Beine bekommen. Wäre Euch für alle Info's und Ratschläge sehr dankbar! LG Judith
RE:Reha nicht verlängert
Liebe Judith,
ihr könnt Widerspruch einlegen um die Reha nochmals verlängern zu lassen!!! Um näheres zu schreiben, da ihr aus Düsseldorf seid, würde ich gerne wissen, um welche Rehaklinik es sich handelt??? Gerne auch per PN wenn ihr das nicht offen schreiben wollt. Legt was das betrifft bei der Klinikleitung Widerspruch ein und legt die Gründe auch genau dar. Wenn die Ärzte raten, euren Vater in ein Pflegeheim zu geben, dann hört nich darauf, das wird den Ärzten meistens bezahlt, muss aber nicht sein. So wie ich gelesen habe, könnt ihr die Pflege auch von Zuhause aus übernehmen - die Pflegestufe ist der Hammer, da wurde aber ja schon wiedersprochen, das ist gut so. Was den Widerspruch angeht, sagt das den Ärzten, dass ihr nicht damit einverstanden seid, sie sollen bitten nochmals einen Verlängerungsantrag stellen. Dann schaut aber, dass ihr dabei seid und auch die Formulierungen lesen könnt. Wenn euer Vater Fortschritte macht, dann sollte er noch so lange wie möglich Reha haben.Sollte dann von der KK die Ablehnung kommen, dann auch Widerspruch einlegen.
LG Denise
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LG Denise ................................................................................................................................. Ich schreibe hier lediglich von meinen eigenen Erfahrungen, was nicht heisst, das diese zwangsläufig richtig sind, weder rechtlich noch sonst in irgendeiner Art. Mein Handeln und meine Erfahrungen beziehen sich ausschließlich auf unser Schicksal. Gebe ich Ratschläge, dann sind auch dies nur meine subjektiven Empfindungen oder Meinungen, denen keiner Folge leisten muss, wenn er sie nicht für richtig hält oder andere Ansichten hat. Ich persönlich sehe es eben so, je mehr Möglichkeiten, bzw. Ratschläge jemand bekommt, desto mehr Auswahl hat jemand, sich das Richtige "für sich" aus all denen herauszusuchen.
RE:Reha nicht verlängert
Hallo Judith, ist das nicht gefährlich, ihn ohne Schädeldecke zu entlassen? Wenn dies so ist, dann könnt ihr Klage beim Sozialgericht einreichen. Dann darf er nicht entlassen werden. Klärt unbedingt, ob er nicht erst operiert werden kann. Denn dann hat er wieder Anspruch auf eine Reha. Bei meiner Mutter wurde am Ende der 1. Frühreha (12 Wochen) Granulationsgewebe (wildes Fleisch) am Tubus des Trachio Stomas festgestellt. Am Ende dieser Reha sagte man mir auch, dass sie ein Schwerstpflegefall bliebe und eine Verlängerung sicher abgelehnt würde. Sie wurde aus dieser Klinik in ein Lungenzentrum an unseren Wohnort verlegt. Danach war sie noch einmal 4,5 Monate zur Reha. Es gibt da den sogenannten Barthel-Index (Selbstständigkeitsindex, Punktesystem). Der Stiefvater Deines Mannes wird in dieses Punktesystem eingestuft. Danach wird entschieden, ob er die nächste Rehaphase durchlaufen darf. Fragt mal danach wie er eingestuft ist. Die andere Möglichkeit ist, auf jeden Fall Einspruch einzulegen. Und das solltet ihr auf jeden Fall tun. Redet mit den Ärzten. Sie möchten den Einspruch formulieren. Sagt denen, ihr würdet darum kämpfen und notfalls klagen (auch wenn das im Moment nichts bringt). Ihr könnt Euch auch an den VDK wenden. Die helfen, so etwas durchzusetzen. www.vdk.de Also, es darf niemand entlassen werden, wenn nicht klar ist, wie die weiteren Gegebenheiten sind. Der soziale Dienst der Klinik spricht das normalerweise alles mit den Angehörigen durch. LG Hanne
RE:Reha nicht verlängert
hallo, eigentlich sind das zwei witze auf einen haufen. sofor bei beidemt eiderspruch bei der krankenkasse, den vdk ins boot holen. l.g.margy
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ich habe meine geschichte und mehr aufgeschrieben auf meiner homepage
RE:Reha nicht verlängert
Hallo Judith, also ich bin entsetzt über diese Zustände! Warum wurde eigentlich die Schädeldecke nicht schon längst wieder drauf gesetzt? Bei meinem Lebensgefährten, der am 04.05. seinen schweren Schlaganfall hatte wurde die Schädeldecke am 05.05. entfernt, nach ca 1,5 Wochen Koma kam er sehr schnell am 21.05. zur Frühreha -Phase B"- Aber bereits dort wurde intensiv Therapie mit Krankengymnastik, Ergotherapie, Psycho und Logo betrieben. Warum auch sonst heißt das Rehaklinik? Auch in dieser frühen Phase ist Reha so unglaublich wichtig, je früher, desto besser. Er hatte in der Zeit einen Schutzhelm, den die Krankenkasse bezahlte. Am letzten Freitag nun wurde die Schädeldecke wieder drauf gesetzt und morgen gehts zurück zur Reha, Phase "C". Wie lange wissen wir natürlich noch nicht, erst mal bis 12.08. Fragt bitte mal genau nach den Gründen, warum die Decke noch nicht wieder drauf kann. Und entlassen ohne Schädeldecke, das geht garnicht, ist höchstgradig gefährlich, da ist doch das Gehirn nur durch die dünne Kopfhaut "geschützt". Und noch was zur Inkontinenz. Wenn Euer Stiefvater permanent einen Katheder in der Blase hat, kann die garnicht lernen, wieder allein zu funktionieren. Wir haben sehr gute Erfahrungen mit einem Urinkondom gemacht. Das sieht ähnlich aus, wie gleichnamiges, nur endet es in einem Schlauch, dem ein Urinbeutel angeschlossen ist. So lernt er besser seine Blase wieder allein zu kontrollieren. Fragt unbedingt in der Klinik danach. Viel Glück und Kraft, L.G. Sunkat |