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Das Schlaganfall Forum  
Freitag, 18. Mai 2012, 18:48

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Forum - Keine Hoffnung

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Keine Hoffnung
# 1 Zum Seitenanfang
meine Mama verweigert die Mitarbeit

Hallo ihr alle zusammen,

ich hoffe hier noch einmal Antworten zu bekommen wie  ich mit der Situation umgehen kann. Meine Mama hatte vor zwei Jahren einen Mediainfarkt links bei Carotis - T - Verschluss mit ausgeprägter rechtsseitiger Hemiplegie sowie eine ausgeprägte Aphasie soweit die Diagnose im Arztbericht. Im Januar diesen Jahres war sie im Krankenhaus und ist dort durchgecheckt worden. In einem Arztgespräch erfuhr ich dann, das man für die immer wieder kehrenden Abwesenheitszustände (deswegen wurde sie eingeliefert) keine wirkliche medizinische Erklärung gefunden hat. Nun ist meine Mama wieder zuhause.

Ich stelle jetzt fest, sie verweigert die Mitarbeit. Sie will nicht mehr mit dem Vierpunkt - Stock gehen und der Transfer vom Rollstuhl in den Stuhl oder zur Toilette wird immer schwieriger. Auch hat sie kein Interesse mehr an iherer Umwelt und dieser Zustand macht mich krank und auch sehr wütend mittlerweile, denn ich habe den Verdacht sie könnte schon wenn sie wollte aber sie will glaub ich auch nicht. Als ich sie letztens gefragt habe ob es denn schön ist wieder zuhause zu sein hat sie das durch Kopfschütteln verneint und auf meine Frage wohin sie denn möchte hat sie mir verdeutlicht sie würde gerne ins Pflegeheim wollen. Mein Vater der sich noch hauptsächlich um meine Mama kümmert ist leider auch keine sehr große Hilfe.

Soll ich sie nun in ihrem Selbstmitleid dahinfließen lassen, oder soll ich darauf bestehen, dass sie wieder Übungen macht um am Stock gehen zu können und auch logopädische Übungen mit ihr machen? Wir stellen immer wieder fest mit den Therapeuten arbeitet sie mit aber zwei mal die Woche Ergo, KG und Logo ist natürlich zu wenig. Und dann würde mich auch interssieren wie weit kann ich da auch mal mit deutlichen Worten rangehen oder ist das eher kontraproduktiv?

Schreibt mir eure Antworten bin sehr gespannt.

Liebe Grüße Melani0109

---

Jesus spricht: "Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig."

Diese Worte zeigen mir immer wieder wie dankbar ich sein kann das ich meine Mama noch habe.

Bild 29.01.2012, 20:14
RE:Keine Hoffnung
# 2 Zum Seitenanfang

Hallo Melanie.

Ich kann natürlich nur für mich sprechen und da haben klare und deutliche Worte von meiner BH (bessere Hälfte) tatsächlich Wirkung gezeigt. Sie hat mich manchmal ganz schön auf den Topf gesetzt wenn ich in Selbstmitleid "zerfließen" wollte.

Es hat mich aber nicht so schwer erwischt, wie so viele Andere hier und mein Elend bezieht sich immer noch "nur" auf den Schwindel. Das Andere sind sozusagen Kleinigkeiten, die zwar auch nerven, aber ich kann damit leben.

Ich weiß nicht, ob dir meine Meinung dazu geholfen hat, probiere es aus.

LG Maxi

---

Liebe Grüße, Maxi

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »Maxi11« (29.01.2012, 22:49)

Bild 29.01.2012, 22:47
RE:Keine Hoffnung
# 3 Zum Seitenanfang

Hallo Melani......

Nach meinem schlaganfall habe ich bei etlichen leuten eine art  selbstmitleid und eine einstellung festgestellt die in die richtung ging ; ....ach, es  hat ja sowiso keinen zweck.....

Je mehr man sich um sie bemühte umso mehr stellten sie sich als opfer da und liessen sich bemuttern,in der reha oft sogar das essen an den tisch bringen obwohl sie sich schon allein am buffet hätten bedienen können.

Ich glaube es ist eine einstellung der betroffenen person  mitzu arbeiten, sofern der SA nicht die gehirnhälfte ...ich will.... zerstört hat ;)

Mein vater hatte heilig abend den 2. schlaganfall und seit dem tag ist er fast mit einem bein in der erde. Da ich selber einen hatte kann ich wahrscheinlich ruhiger mit dem vorkommnis umgehen und sehe einiges anders.  So zum beispiel das er ein hypochonder ist und war,denn sein schnupfen war schon immer fast lebensbedrohlich und gegen solche wehwehchen half keine medizin. Ok ,im laufe seines lebens hatte er dann einige erkrankungen die mehr als ein schnupfen waren aber er hat auch nix zur genesung beigetragen , nämlich sich hängen lassen .

 Kuren,reha's , andere hilfsmittel zur genesung hat er nicht wahrgenommen oder bei anwendungen so gejammert das man ihn in ruhe ließ , so als ob er sich ebend in der rolle des kranken besser fühlte:(!

Also, ich habe mir oft fusseln ans kinn geredet das er doch etwas zur besserung mitarbeiten sollte , ihm angebote gemacht ,ihm aus seinem verhalten konsequenzen aufgezählt....und ,und....seine  reaktionen waren desintresse daran ,hin bis zu wutausbrüchen was man sich denn erlauben würde einem älteren,erfahrenen herrn ratschläge zu erteilen ,die eh nichts nutzen ,in seinem fall sowiso gar nicht. Es hört sich schlimm an aber die anrufe seiner frau das er wieder im krankenhaus ist und wie schlecht es ihm geht und dieses weihnachten für mich wieder verdorben war bringt mich fast soweit das ich manchmal sagen möchte ;     ruf mich nicht mehr an ,erst wenn es wirklich ganz schlimm ist.

Ich habe es also aufgegeben klare ansagen zu machen..

Das war MEIN beispiel zu deiner frage . Was du nun machen kannst ? Auf jeden fall mach dich nicht verrückt. Zeige ihr die situation auf in der sie sich befindet,in der sich ihr mann dadurch befindet und ihre kinder eben auch und die übrige umgebung und das alles für die katz ist wenn sie nicht mit macht und es auch eine nichtachtung der bemühungen eurerseits ist.  Frage sie was sie will und sage mal das es dann so sein soll,gib ihr bedenkzeit und mache auch deutlich das es dein leben ist was sie auf den kopf stellt.

Uff ..., jetzt habe ich aber einen halben roman geschrieben ,aber ich wollte dir ein anschauliches beispiel aufzeigen. Viel erfolg und habe bitte kein schlechtes gewissen wenn du mal klare worte sagst....gruß Belli

Bild 30.01.2012, 05:36
RE:Keine Hoffnung
# 4 Zum Seitenanfang

hallo,

nur auszugehen von der muskulären situation muss man sagen,
ein muskel der nicht belastet wird verkümmert.
kein wunder dass das umsetzen immer schlechter wird.
von mir auszugehen brauch ich ca.20min lauf und stehtraining,
sowie 10 km motomed aktiv in stufe 11 um den stand beizubehalten.

um es mal extrem zu sagen: ein betroffener hat nur zwei möglichkeiten.
entweder liegenzubleiben, dann ist in absehbarer zeit eh alles vorbei,
oder aufzustehen und an sich zu arrbeiten, dann hat er ne chance.
für gläubige: hilf dir selbst so hilft dir gott.

l.g.margy

---

Wenn ich für etwas bin, bin ich nicht automatisch gegen alles Andre.
http://www.margy-plauen.de      
http://margy01.wordpress.com/
wenn jemand inkompetent ist, dann kann er nicht wissen, dass er inkompetent ist. […] Die Fähigkeiten, die man braucht, um eine richtige Lösung zu finden, [sind] genau jene Fähigkeiten, um zu entscheiden, wann eine Lösung richtig ist.“    – David Dunning[
das gilt natürlich auch für meine Meinung

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »margy« (30.01.2012, 07:49)

Bild 30.01.2012, 07:39
RE:Keine Hoffnung
# 5 Zum Seitenanfang

Ich denke auch, man muß Druck ausüben, wenn sie sich so hängen läßt.

Für mich war nur wichtig, dass ich wieder selbständig werde und nicht ständig meinen Mann

um Hilfe bitten muß.

Jeder hat ja mal Durchhänger, aber dann nimmt man sich wieder zusammen und es geht

weiter.

Ich habe sehr viel geweint, während meiner langen Monate in der Reha.

Habe aber alles gemacht, was ich sollte und noch mehr.

Nur mit Mitleid und Nachgeben kommt ihr nicht weit.

Ihr geht daran kaputt, dass mußt du deiner Mutter klarmachen.

Alles Gute Marion

Bild 30.01.2012, 12:19
RE:Keine Hoffnung
# 6 Zum Seitenanfang

Hallo,

wie alt ist deine Mama denn??

Manchmal wollen alte Menschen einfach nicht mehr, deswegen die Frage nach dem Alter.

Nichts des so Trotz, brauchen SA Patienten manchmal einen "Schubs".

LG Yvonne:)

Bild 30.01.2012, 17:52
RE:Keine Hoffnung
# 7 Zum Seitenanfang

Hallo Yvonne,

meine Mama ist 63.

Liebe Grüße

Melani

---

Jesus spricht: "Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig."

Diese Worte zeigen mir immer wieder wie dankbar ich sein kann das ich meine Mama noch habe.

Bild 30.01.2012, 18:06
RE:Keine Hoffnung
# 8 Zum Seitenanfang

Meiner ist auch so antriebslos. Der Doc sagt, dass hängt mit der Krankheit zusammen. meiner macht nur was, wenn ich dabei bin, also bewegungsmäßig.  setz ich ihn vor den PC und er kann seine Buchstaben zu Wörtern sortieren....das macht er stundenlang. Aber hanteltraining oder nur gerade im Roli sitzen....fehlanzeige.  oft genug hab ich auch keine Lust, ihn immer wieder an zu treiben. :O

---

Der Spruch" wenn das Leben dir eine Zitrone schenkt, mach Limonade draus"  trifft voll auf mich zu. es gibt immer eine Lösung.

Bild 30.01.2012, 22:30
RE:Keine Hoffnung
# 9 Zum Seitenanfang

Hallo,

evtl. befindet sich Ihre Mutter ja in einer depressiven Verstimmung oder sogar Depression. Ist ein Neurologe involviert?

Gruß

Jutta

Bild 30.01.2012, 23:13
RE:Keine Hoffnung

Hallo Melanie,

ich denke das sich deine Mama im sogenannten "tiefen Loch" befindet. Was Jutta da schreibt mit den depressionen halte ich für sehr warscheinlich. Bekommt sie sogenannte Stimmungsaufheller??

Deine Mama ist ja noch jung. 63 ist noch kein Alter.

Lg Yvonne:)

Bild 31.01.2012, 15:22
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