
Forum - Einsetzen der Schädeldecke ...
Einsetzen der Schädeldecke ...
Hallo, man hat uns heute gesagt dass das Einsetzen der Schädeldecke in 4-8 Wochen ansteht. Menne hat eine wahnsinnige Angst hiervor. Sowie wir über das Thema sprechen, weint er sofort. Ob Pfleger oder Ärzte alle versuchen ihn zu beruhigen. Erfahrungen und Informationen hierzu wären toll ... er fragt immer mehr , was ich im Internet dazu lese und wie es anderen ergangen ist.
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LG Kathrin Leben das heißt: immer einmal mehr aufstehen als hinfallen.
RE:Einsetzen der Schädeldecke ...
Hallo Kathrin, heute vor genau drei wochen wurde meiner Frau die Stirn wieder eingesetzt. Der Arzt begründete dieses mit dem richtigen Zeitpunkt, der nun da war. Er erklärte mir, das einsetzten des Knochendeckels würde den Patienten einen positiven Schub geben. Eine genaue Erklärung gebe es dafür nicht, sie beobachten dieses immer wieder. der Chirurg meinte, dem Körper fehlt gabz einfach etwas. Unsere Nervosität war wieder mal am Höhepunkt. Meine Frau war zu diesem Zeitpunkt noch recht schläfrig, müde stimmte sie der OP mit einem Kopfnicken zu. Die OP dauerte ca. 2,5 Stunden und ging Problemlos vonstatten. Natürlich war sie danach wieder blau und verschwollen und verbrachte die nächsten beiden Tage mit schlafen. Am 3. Tag war sie wieder wach, seitdem bessert sich ihr Zustand täglich. Liebe Kathrin, du hast schon vieles durchgemacht, diese OP ist natürlich wieder so eine Hürde. Was rauskam, muß aber wieder rein. Du wirst sehen, die Vorteile werden überwiegen, alles wird gut gehen. LG Kurt
RE:Einsetzen der Schädeldecke ...
Danke Kurt, ich selbst hab viel gelesen hierzu ... bin aber wirklich auch sehr nervös ... mein Mann hat sehr viel Angst ... vor Koma und Komplikationen und ich würde ihm gern die Angst nehmen. Er fängt immer wieder an davon zu sprechen ... das ist zurzeit sein Hauptthema. Uns wurde auch gesagt dass es für seine Entwicklung gut sei ... ich sage ihm das immer wieder ... aber die Angst ... die ist einfach da ... bei uns beiden ...
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LG Kathrin Leben das heißt: immer einmal mehr aufstehen als hinfallen.
RE:Einsetzen der Schädeldecke ...
Hallo Kathrin, ich selber hatte auch manchmal Angst! Z.B. vor einer Angiographie, wollte ich genau wissen, was da passiert. Der Doc war sehr nett und erklärte mir genau was er machen wird. Bei mir wurde in der Leiste ein größerer Stich gemacht um in die Aorta zu gelangen, da wird eine Sonde, am Herz vorbei, bis zum Hirn geschoben und ein Kontrastmittel gespritzt und geröntgt. Auch eine Minni- Kamera wird dabei mitgeschoben und ich könne das am Monitor mitverfolgen, weil der Eingriff ohne Narkose erfolgt. Na ja, meine Angst wurde dadurch nicht kleiner, aber was ich bei der OP zu sehen bekam, war so interessant, dass ich auf meine Angst ganz vergessen habe. Ich habe mit eigenen Augen gesehen, dass sich die Stelle, die geplatzt war gut verkapselt hat. Das war nämlich meine 2. Sorge, "wird das wieder passieren". Ich konnte mir die Angst selber nehmen, - Nein, die Stelle ist so gut wie neu. Ich weiß von Reimplantationen, dass der Knochen im flüssigen Stickstoff aufbewahrt wird und da gibt es manchmal Komplikationen, dass ein neuer Schädelknochen in Italien aus Kunststoff angefertigt werden muss. Da der Knochen aber im Bauch deines Mannes besser aufgehoben ist, denke ich, wird es keine Komplikationen geben. Ich kenne einen Professor von der Uni Hamburg, dem auch ein Knochen reimplantiert wurde, der hat danach gleich wieder zu unterrichten begonnen, obwohl man nach der Reha nicht sicher war, ob er das je wieder tun kann! Es stimmt, mit dem wieder eingesetzten Knochen fühlen sich alle sicherer und die Probleme werden weniger. Liebe Grüße Manfred
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Nach Regen kommt immer wieder Sonnenschein
RE:Einsetzen der Schädeldecke ...
Hallo Kathrin, bei meinem Freund war das Einsetzen der Schädeldecke absolut problemlos. Die OP hat ca. 2 Std. gedauert und er konnte nach der Aufwachstation direkt zurück auf die normal Station. Er war genauso wie vorher, hatte nur ein bißchen Kopfschmerzen, die waren am nächsten Tag aber auch verschwunden.Wir hatten uns sehr auf die OP gefreut, weil wir uns einfach gedacht haben das, dass ein Schritt zur Normalität ist. Es war auch wirklich ein tolles Gefühl wieder mal seine normale Kopfform zu sehen. LG Susi
RE:Einsetzen der Schädeldecke ...
Danke Susi! Ich habe ja wie gesagt sehr viel recherchiert im Internet ... aber wirklich Aussagekräftiges habe ich nicht gefunden. Seine Angst kann ich natürlich gut nachvollziehen, ich habe ja auch Angst ... von OP´s habe ich wirklich genug! Menne fragt wirklich täglich wie was dabei abläuft und ob er wieder ins Koma gelegt wird und und und ... ich erklrär es ihm so wie ich es von den Ärzten weiß ... versuche ihn zu beruhigen ... aber Erfahrungen sind natürlich noch einmal was anderes. Für uns ist das auch wieder ein weiterer Schritt in Richtung Genesung. Und es stört ihn schon sehr, er faßt sehr oft hin ... auch an die Bauchnarbe mit der Schädeldecke ... und ich glaube er mag das einfach hinter sich haben. Er fühlt sich in der Klinik wirklich wohl ... fragt mich als warum die da nicht vor Ort das operieren können ... deshalb mag ich ihm die Angst gern so gut es eben geht nehmen!
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LG Kathrin Leben das heißt: immer einmal mehr aufstehen als hinfallen.
RE:Einsetzen der Schädeldecke ...
Hallo Kathrin, ich verstehe, das Dein Mann Angst davor hat. Du als Angehörige nicht weniger. Wenn man soviel durchgemacht hat, wird man sensibel. Unter "normalen" Umständen würden wir dem begegnen, wie jeder anderer "normalen" OP auch. Das einsetzen der Schädeldecke wird sicher gut gehen. Eine Abstoßung ist nicht zu befürchten, da sie ja zum Körper gehört. Sie ist jetzt gut in der Bauchdecke aufgehoben und wird vom eigenen Körper vital erhalten. Ich kann Euch nur bekräftigen, daran zu glauben, das es gut wird, die Ärzte, die das machen, sind Profis. Es wird Deinem Mann auch helfen, besser rehabilitiert werden zu können, Ihr werdet sehen. Stehe ihm bei, so, wie Du es schon die ganze Zeit machst, du machst es sehr gut. Vor tiefschlaf braucht er keine Angst zu haben, danach wird er wach werden, wie nach jeder anderen OP auch und er wird sich einige Tage später besser fühlen, als vorher. LG Kurt
RE:Einsetzen der Schädeldecke ...
Hallo Kathrin, wir hatten auch tierische Angst, als der Tag nahte, an dem bei Ralf die Schädeldecke wieder eingesetzt werden sollte. Er wurde von der Reha-Klinik wieder in die Klinik gebracht, wo er auf der Intensivstation lag, als ES passierte. Da war der Schädelknochen nämlich eingefroren worden. Wir haben noch gescherzt: hoffentlich finden die jetzt auch den richtigen Knochen ;o)) Aber ich kann nur sagen, wir haben uns umsonst gesorgt. Die OP verlief gut und zwei Tage später ging es wieder ab in die Reha-Klinik. Danach passierte tatsächlich das, was hier auch schon geschrieben und uns vorher von den Ärzten gesagt wurde: es gab einen positiven Schub! Keiner konnte erklären, warum das so ist, aber es war und ist so. Ralf wurde von Tag zu Tag "klarer". Also, ich drücke Euch die Daumen, dass es bei Euch genauso läuft! Liebe Grüße, Sabine
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Geht nicht, gibt´s nicht!
RE:Einsetzen der Schädeldecke ...
Hallo Kathrin, bei meinem Mann wurde letztes Jahr nach 9 Monaten eine Glaskeramik-Schädeldecke eingesetzt, weil sein Knochen beim Entnehmen zerbrochen war. Es ist alles gut gelaufen, drei Tage starke Kopfschmerzen und dann gings wieder aufwärts. Aber er hatte genauso wie ich auch wahnsinnige Angst vorher. Durch den Schlaganfall ist das Gehirn bereits verletzt worden, da wirkt jeder Eingriff am Kopf für den Patienten bedrohlich. Man kann sich nur damit Mut machen, dass dies ein Routineeingriff für die Chirurgen ist. Alles Gute und viel Kraft für Euch. Liebe Grüße Zaubernuss
RE:Einsetzen der Schädeldecke ...
Hallo an alle, nachdem ich immer wieder auf diesem Forum war aber nur gelesen habe, bin ich seit heut auch angemeldet. Mein Lebensgefährte hatte am 04.Mai einen schweren SA, mit 57 Jahren. Er kam sofort in eine Stroke-Klinik ( UKB-Berlin). Am nächsten Tag wurde ihm die halbe Schädeldecke entfernt, da er ansonsten an seiner starken Hirnschwellung gestorben wäre. Er lag ca 1,5 Wochen im Koma. Eine sehr schwere Zeit für mich mit vielen Tränen und schlaflosen Nächten. Die Intensivstation war Horror für mich. Meinen geliebten Schatz zu sehen so hilflos, überall Schläuche und piepsende Geräte. Es wurde aber täglich besser, allerdings wurde "vorbeugend" noch ein Luftröhrenschnitt gemacht, da niemand wusste, ob er allein atmen wird. Im Nachhinein gesehen war das unnötig aber egal, das konnte man ja vorab nicht wissen. Er kam sehr schnell in die Reha nach Grünheide. Dort anfangs noch auf die Krankenstation Phase "B", inzwischen Phase "C". Mein Schatz machte von Anfang an super Fortschritte, kann sprechen, und läuft mit Hilfe der Therapeutin bereits ein paar Schritte an der Stange. Seit gestern liegt er wieder im UKB, die Schädeldecke wird heute wieder eingesetzt. Er hat sehr große Angst, weint viel. Ich versuche ihm viel Kraft zu geben und zeige ihm nicht, dass natürlich auch ich Angst habe vor der erneuten OP. Ich bin seit dem Krankenhaus/Reha so gut wie jeden Tag bei ihm, wasche ihn, windel ihn, geh mit ihm spazieren usw. Das Personal in der Klinik ist sehr nett zu uns und dankbar, dass ich ihnen so viel abnehme. Im Grunde genommen tu ich das aber alles für ihn und nicht um dem Personal Arbeit abzunehmen. Wir lieben uns sehr und ich würde alles tun, um ihm ein paar Dinge zu erleichtern. Das ist für mich natürlich auch super anstrengend, denn ich arbeite auch noch, wenn auch nur halbtags. Hab aber super Kollegen, die mich sehr unterstützen und die Freude in den Augen meines Lieblings und seine Fortschritte entschädigen für alle Anstrengung. Wie gesagt, heute ist die OP. Ich hab kaum geschlafen, fahr zu 10 Uhr zu ihm, die OP wird etwa 15 Uhr stattfinden. Ich werde versuchen, ihm vorher noch etwas Ruhe zu vermitteln. Bitte drückt uns die Daumen! Danke vorab. Ich werde wieder berichten und freu mich auf Euer Feedback. Sunkat |