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Das Schlaganfall Forum  
Dienstag, 07. Februar 2012, 23:14

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Forum - ... Hoffnung auch mit 75 Jahren?

... Hoffnung auch mit 75 Jahren?
# 1 Zum Seitenanfang

Hallo, ich habe mich eben registriert und möchte gerne eine Frage stellen.

Mein Mann ist 75 und ich musste vor einer knappen Woche den Notarzt rufen, weil er nach Luft rang. Mein Mann verlor das Bewußtsein, als der Arzt da war, kam ins KH, wurde 2 x reanimiert und intubiert. Man dachte, eine Lungenerkrankung habe die Situation verursacht. Seit heute wissen wir, dass es ein Schlaganfall war. Mein Mann macht für diese schwere Situation ganz gute Fortschritte, er kann Arme und Beine bewegen, wobei die rechte Hand nicht so geweglich ist wie die rechte und der Schlag war auch in der linken Gehirnhälfte. Seit Jahren versuhe ich die Ärzte zu sensibilisieren auf Apoplex, denn vor 9 Jahren ging es meinem Mann einmal plötzlich schlecht, dann hatte er ein Kribbeln in der rechten Hand, eine taube Lippe rechtsseitig und Mißempfindungen im Bein. Letzteres verschwand. Es wurde trotz neurologischer Untersuchungen nie etwas gefunden, aber die Beschwerden blieben in Hand und Lippe bis heute, Von etlichen Ärzten bekam ich immer zur Antwort, einem Schlaganfall könne man nicht vorbeugen. Angst macht mir, dass sowohl mein Schwiegervater als auch mein Schwager die Disposition zum Apoplex hatten und mein Schwager auch mehrere Schlaganfälle hatte, mein Schwiegervater ebenfalls, allerdings leichter. Im KH sagte mir heute auch die Ärztin, man könne einem erneuten Schlag nicht vorbeugen. Gibt es trotzdem Hoffnung, dass mein Mann sich wieder erholt?

Danke  Tine

Bild 27.07.2010, 22:47
RE:... Hoffnung auch mit 75 Jahren?
# 2 Zum Seitenanfang

Hallo Tine,

ja klar gibt es Hoffnung, jetzt ist er im Spital und da wird schon gut geschaut, dass nicht mehr passiert.

Einen Schlaganfall können alle Menschen bekommen, junge, gesunde Menschen und auch Du. Deinem Mann geht es jetzt nicht anders, aber es wird gezielt aufgepasst und das ist sein Vorteil!

Jetzt wissen die Ärzte, dass es ein Schlaganfall war und sie werden dagegen was tun, was sie ja vorher nicht gemacht haben. Auch Therapie wird er bekommen, die er vorher auch nicht hatte.

75 ist ein Alter, wo man schon ein bisschen mit dem Tod spekuliert, mein Vater ist auch so alt und der klettert noch auf Bäume. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das einmal nicht so ist. Heute wird man älter, weil die Medizin ganz andere Möglichkeiten hat!

Du darfst dir Hoffnung machen, dass dein Mann wieder auf die Beine kommt!

Liebe Grüße Manfred

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Nach Regen kommt immer wieder Sonnenschein

Bild 28.07.2010, 07:23
RE:... Hoffnung auch mit 75 Jahren?
# 3 Zum Seitenanfang

hallo tinerich,

im prinzip gibt es hoffnung, das gehirn kann sich auch mit 75 jahren noch zu teilen reorganisieren.
jedoch braucht das einige zeit.
ich verweise da auf einen anderen artikel:

http://www.das-schlaganfall-forum.de/Forum/Das-Schlaganfall-Forum-Allgemein/irrige-annahmen_4494

einmal festgesetzte beläge auf den adern bleiben aber erhalten,
so kann ein erneuter schlaganfall jederzeit wieder drohen.
das risiko lässt sich aber mit einer gesunden lebensführung minimieren.

ich wünsch euch kraft und geduld

l.g.margy

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Wenn ich für etwas bin, bin ich nicht automatisch gegen alles Andre.
http://www.margy-plauen.de      
http://margy-selbsthilfenetzwerk.blogspot.com/
wenn jemand inkompetent ist, dann kann er nicht wissen, dass er inkompetent ist. […] Die Fähigkeiten, die man braucht, um eine richtige Lösung zu finden, [sind] genau jene Fähigkeiten, um zu entscheiden, wann eine Lösung richtig ist.“    – David Dunning[
das gilt natürlich auch für meine Meinung

Bild 28.07.2010, 07:56
RE:... Hoffnung auch mit 75 Jahren?
# 4 Zum Seitenanfang

Ich war linkseitig gelähmt und trotz meiner 75 Jahre hab ich es geschafft, wieder ohne Stock zu gehen,in meiner linken Hand spüre ich noch nichts, verübe aber trotzdem schon kleinere Arbeiten damit, wichtig ist nicht aufzugeben und viel üben

Bild 28.07.2010, 08:07
RE:... Hoffnung auch mit 75 Jahren?
# 5 Zum Seitenanfang

Hallo und vielen Dank, man ist natürlich zunächst sehr verunsichert, was nun auf uns zukommt. Wir müssen wohl Geduld haben und abwarten. Mein Mann hat gesund gelebt und ist auch kein Raucher. Er hat dazu noch eine Lungenerkrankung, auch nicht durch Rauchen,  und halt die familiäre Disposition und da kann ich nur hoffen, dass er sich erholt. Vielleicht geht es ja besser, als man jetzt absehen kann. Vielen Dank auf jeden Fall für die netten Antworten.

Tine

Bild 28.07.2010, 08:16